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Im Rahningschen Hof sollen nach Möglichkeit schon ab November wieder Tapas und andere internationale Speisen angeboten werden. - © Meiko Haselhorst
Im Rahningschen Hof sollen nach Möglichkeit schon ab November wieder Tapas und andere internationale Speisen angeboten werden. | © Meiko Haselhorst

Bünde Der Rahningsche Hof in Bünde ist bald wieder Anlaufstelle für Genießer

Die Gaststätte steht seit etwa einem Jahr leer. Sehr zeitnah soll hier wieder gut gespeist werden können. Unter anderem werden Tapas angeboten - aber nicht nur.

Meiko Haselhorst
09.10.2019 | Stand 09.10.2019, 15:09 Uhr

Bünde. Ein Bänderriss bremst ihn zurzeit ein wenig aus. "Darum hängen wir unserem ursprünglichen Zeitplan etwas hinterher", sagt Mateusz Sonnek, setzt sich auf eine Kante der künftigen Lounge und streckt sein rechtes Bein aus. "Aber wenn jetzt alles wie geplant läuft, schaffen wir's trotzdem noch bis zum 1. November." Der Bielefelder will zusammen mit seinem Schwager Jasr Sonnek dafür sorgen, dass im Rahningschen Hof wieder Leben einkehrt. Tapas, also kleine spanische Appetithäppchen, sollen dann das Grundgerüst des "Della Casa" bilden. Damit wird der Schwerpunkt des Restaurants schon zum zweiten Mal auf der spanischen Küche liegen - erst Ende letzten Jahres hatte hier das "Toro Blanco" seine Pforten geschlossen. Mateusz und Jasr Sonnek wollen sich aber kulinarisch etwas breiter aufstellen: Neben weiteren mediterranen Speisen soll auch die polnische Küche nicht zu kurz kommen - die Wurzeln der beiden liegen in Schlesien. "Und meine Oma kann ganz hervorragend kochen", sagt Sonnek und lacht. Rustikaler Charme soll erhalten bleiben Eine weitere Besonderheit, die Abwechslung verspricht: Im Zwei-Wochen-Rhythmus, so Mateusz Sonnek, sollen immer fünf verschiedene landestypische Gerichte aus der ganzen Welt angeboten werden. Bis dahin steht allerdings noch viel Arbeit an. Vorm Seiteneingang des Restaurants türmt sich derzeit der Sperrmüll. "Vieles von der alten Einrichtung fliegt raus", sagt Sonnek. "Hier soll ein bisschen frischer Wind rein, das Lokal soll auch für junge Leute interessant sein." Es wird gestrichen und geputzt, und ein paar neue Strippen müssen auch gezogen werden. Ein gewisser rustikaler Charme soll allerdings erhalten bleiben. "Zum Beispiel die Wände mit den Brettern hier", sagt Sonnek in der zweiten Etage jenes Hauses, in dem einst die Geschichte des Zigarrenfabrikanten Tönnies Wellensiek ihren Anfang nahm. "Und hier", sagt Sonnek, als er im dritten Stock angekommen ist, "könnten auch geschlossene Gesellschaften feiern oder Seminare stattfinden." Wenn der Laden unten voll sei, könnten die Besucher aber auch "ganz normal" hier oben Platz nehmen und essen. In der Küche: Polen, Spanier und Tunesier Bewirtet werden sie dann unter anderem von Jasr Sonnek. Mateusz selbst wird in der Küche stehen. Dort, so sagt er, stünden neben ihm noch Polen, Spanier und Tunesier. "Und wenn nötig, holen wir uns noch weitere Experten für die Gerichte aus aller Welt ins Haus", betont Sonnek, der zuletzt als Fachkraft für Schutz und Sicherheit gearbeitet hat, davor aber - wie sein Schwager - viele Jahre in der Gastronomie tätig war. "Unser Traum war es immer, ein eigenes Restaurant zu haben", sagt Sonnek und schaut sich um. Wie's aussieht, geht dieser Traum bald in Erfüllung.

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