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Flüchtlingshilfe St. Johannes: Auf ihrer Homepage wird mit einem Übersichtsfoto und Text das Anliegen des Bürgerbegehrens erklärt. - © Sabine Kubendorff
Flüchtlingshilfe St. Johannes: Auf ihrer Homepage wird mit einem Übersichtsfoto und Text das Anliegen des Bürgerbegehrens erklärt. | © Sabine Kubendorff

Schloß Holte-Stukenbrock Flüchtlingshelfer sammeln jetzt Unterschriften

Bürgerbegehren: Es geht darum, eine neue Unterkunft für anerkannte Asylanten nicht in Liemke, sondern zentral am Föhrenweg auf dem ehemaligen Campingplatzgelände zu bauen. Grüne, SPD, CSB und FDP unterstützen das Anliegen.

Sabine Kubendorff
16.05.2019 | Stand 17.05.2019, 11:58 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Seit Montag läuft die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren, das die Flüchtlingshilfe St. Johannes angestrengt hat. Giesela Hörster, Christine Schütte-Ernst und Alexandra Pesce zeichnen dafür verantwortlich und haben bereits neue Mitstreiter gefunden. CSB und FDP haben das Bürgerbegehren unterstützend auf ihren Homepages platziert und bieten an, sich eine Liste herunterzuladen, um sich an der Unterschriftensammlung beteiligen zu können. SPD und Grüne haben zugesagt, das auch tun zu wollen. Die CDU-Mehrheitsfraktion hatte im März im Stadtrat durchgesetzt, dass eine neue Unterkunft für anerkannte Asylanten nicht zentral gelegen auf dem ehemaligen Campingplatzgelände am Föhrenweg gebaut wird, sondern außerhalb in Liemke am Bachweg. Aus Sicht der Flüchtlingshilfe erschwert dieser Beschluss das Leben der Betroffenen und ihrer Helfer. Vom Föhrenweg aus sind Behörden, Kindergärten, Schulen und Supermärkte auch zu Fuß gut zu erreichen. Deshalb das Bürgerbegehren mit dem Ziel, dass der Ratsbeschluss korrigiert wird. "Wo ist das Christliche?" Giesela Hörster, die vor fünf Jahren die Flüchtlingshilfe initiiert hat, ist CDU-Mitglied, war lange Vorsitzende der Frauen-Union und auch Ratsmitglied. „Ich bin enttäuscht von meiner eigenen Partei", sagt sie heute. „Die CDU hat nicht ein einziges Mal Interesse an unserer Arbeit gezeigt." Vertreter anderer Parteien „arbeiten einfach mit und reden nicht darüber. Das ist der Unterschied." Der CDU gehe es nur noch um Machtpolitik. „Wo ist das Christliche?", fragt Giesela Hörster mit Blick auf das C im Parteinamen. An die Kirchen hat sich die Flüchtlingshilfe mit der Bitte um Unterstützung gewendet und sie wird ihr gewährt. Während der bevorstehenden Wochenendgottesdienste wird darauf aufmerksam gemacht, dass im Vorraum der Kirche Unterschriftenlisten ausliegen. In diesen Tagen werden außerdem 10.000 Flyer an Haushalte verteilt, in denen die Flüchtlingshilfe ihren Standpunkt und ihr Bürgerbegehren erklärt. Letzteres tut sie auch ausführlich auf ihrer Homepage: http://fhshs.de/de

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