Verl/Schloß Holte-Stukenbrock Pastoralverbünde Verl und SHS werden zusammengelegt

Die Pastoralverbünde Verl und SHS werden zum Pastoralen Raum „Am Ölbach“ zusammengelegt - alle acht Gemeinden bleiben aber selbstständig

Christian Geisler
27.12.2018 | Stand 27.12.2018, 17:08 Uhr

Verl/Schloß Holte-Stukenbrock. Die katholische Kirche in Verl und Schloß-Holte-Stukenbrock erhält eine neue Gemeindestruktur: Ab dem 1. Januar werden die beiden Pastoralverbünde Verl und Schloß Holte-Stukenbrock zu einem pastoralen Raum zusammengelegt. Der Zusammenschluss führt den Namen „Pastoraler Raum Am Ölbach" und umfasst die acht Pfarreien St. Ursula Schloß Holte, St. Joseph Liemke, St. Heinrich Sende, St. Johannes Baptist Stukenbrock, St. Achatius Stukenbrock, St. Anna Verl, St. Judas Thaddäus Sürenheide sowie St. Maria Immaculata Kaunitz. Sitz ist die Pfarrei St. Anna in der Verler Innenstadt. Nach Angaben von Pfarrer Karl-Josef Auris bleiben alle acht Pfarreien und Pfarrvikarien im bisherigen Umfang rechtlich selbstständig. „Wir haben uns klar gegen eine Fusion ausgesprochen. Solange die Gemeinden selbstständig sind und solange es Ehrenamtliche gibt, die im jeweiligen Kirchenvorstand arbeiten, wollen wir diese Achter-Konstellation beibehalten", erklärt der zukünftige Leiter des Pastoralen Raumes „Am Ölbach". Für Mitglieder der Gemeinden ändere sich vorerst nichts – „es wird weiter Gottesdienste geben, es wird geheiratet und getauft." Die Planung hat Anfang 2018 begonnen Bereits im Jahr 2010 hat Erzbischof Hans-Josef Becker für das Erzbistum Paderborn, zu dem sowohl Verl als auch Schloss Holte-Stukenbrock gehören, das sogenannte Zirkumskriptionsgesetz erlassen. „Das bedeutet nur, dass es Pastorale Räume geben soll", erklärt Auris. 87 Pastorale Räume wurden im Erzbistum festgelegt – in dem Gesetz sind der künftige Sitz des Leiters sowie der Zeitkorridor der Errichtung der jeweiligen Räume angegeben. In Verl und Schloß Holte-Stukenbrock hat die Planung mit dem Jahr 2018 begonnen. Laut Auris wird in den kommenden zwei Jahren ein umfassendes Konzept für den Pastoralen Raum „Am Ölbach" entwickelt. Dazu gehöre auch die Entscheidung über die Bildung eines Gesamtpfarrgemeinderates. Bis dahin werden 16 Kirchenvorstände und Gremienmitglieder aus den acht Gemeinden alle Angelegenheiten rund um den Pastoralen Raum beschließen und zur Ausführung bringen. Der Name des Zusammenschlusses entwickelte sich aus einer Überlegung von Pfarrer Auris heraus: Da der Ölbach die drei Leitungsgemeinden St. Anna, St. Ursula und St. Johannes Baptist miteinander verbindet, war die Namensgebung naheliegend. Auch das Logo, acht Fische, bezieht sich auf die Gemeinden. „Um eine Stromlinie zu bilden, brauchen wir alle acht. Keine darf verloren gehen", sagt Auris. Im Logo sind zwei Leitfische abgebildet, Verl und Schloß Holte-Stukenbrock, die den Schwarm anführen.

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