Sorgen für Aufmerksamkeit: Hoch zu Ross sitzen die Friedensreiterinnen Ute Rademacher (l.) und Lilya Rademacher (r.) und halten ein Banner in die Höhe. Dahinter stehen weitere Aktivisten mit Drahteseln. Auch Hubert Kniesburges (Blumen für Stukenbrock, 7. v. l.) ist zum Start des Friedensritts am Ehrenfriedhof gekommen. Im Hintergrund ist der Obelisk zu sehen. - © Kristoffer Fillies
Sorgen für Aufmerksamkeit: Hoch zu Ross sitzen die Friedensreiterinnen Ute Rademacher (l.) und Lilya Rademacher (r.) und halten ein Banner in die Höhe. Dahinter stehen weitere Aktivisten mit Drahteseln. Auch Hubert Kniesburges (Blumen für Stukenbrock, 7. v. l.) ist zum Start des Friedensritts am Ehrenfriedhof gekommen. Im Hintergrund ist der Obelisk zu sehen. | © Kristoffer Fillies

Schloß Holte-Stukenbrock Friedensaktivisten reiten durch die Senne

Aktion: Kriegseinsätze führten nicht zum Frieden, sondern zu Terror, Tod und Zerstörung, sagen die Friedensreiter. Sie erinnern an Kriegstote und sind gegen den Truppenübungsplatz

Schloß Holte-Stukenbrock. Sie sind nicht viele, aber sie haben eine wichtige politische Mission: Die Gemeinschaft „Friedensritt“ ist seit 1984 bundesweit aktiv und demonstriert auf Pferden vor allem gegen Kriegseinsätze und für den Weltfrieden. „Krieg löst keine Probleme“ ist einer ihrer Leitgedanken. Jetzt sind die Friedensreiter zurück am Ort, an dem die Idee entstand – in der Senne. „Es ist schockierend, dass der Truppenübungsplatz in der Senne statt des geplanten Abzugs weiterhin vom britischen Militär genutzt werden soll“, sagt Friedensreiterin Ute Rademacher am Sowjetischen Ehrenfriedhof in Stukenbrock-Senne. Gemeinsam mit den Aktionskreisen „Blumen für Stukenbrock“, „Freie Senne“ und dem „Friedensnetzwerk OWL“ legen die rund 35 Teilnehmer auf dem Ehrenfriedhof einen Blumenkranz an dem Obelisken ab. „Hier liegen so viele Tote aus dem Krieg, und ganz in der Nähe wird für den Krieg geprobt“, sagt Ute Radermacher und Tränen fließen über ihre Wange. Blumen für Stukenbrock Ab 1981 nahmen einzelne Reiter an der Gedenkveranstaltung des Arbeitskreises „Blumen für Stukenbrock“ auf dem Ehrenfriedhof teil. Drei Jahre später schlossen sie sich zur Gemeinschaft zusammen und demonstrieren seitdem jedes Jahr an Orten wie Bremen oder Göttingen für den Frieden. „Wir kombinieren unser politisches Anliegen mit Freizeit“, erklärt Angela Kemper vom „Friedensritt“. Ihr Camp haben die Reiter am Freitag an der Heidschnuckenschäferei Hövelhof aufgeschlagen, von dort geht es zehn Tage lang auch auf Entdeckung der Region. Am Dienstag, 24. Juli, ab 11.45 Uhr, demonstrieren die Friedensreiter in Paderborn. Für Freitag, 27. Juli, 15.45 Uhr, ist eine Demonstration in Detmold geplant. Der Abschluss des Friedensritt ist am Sonntag, 29. Juli. Die Reiter nehmen ab 11 Uhr am Heideblütenfestes in Hövelhof teil.

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