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Bestens aufgelegt: „Eigentlich ist ein Rietberger Life-Musik-Festival ohne ‘Flow’ nicht vorstellbar", meinen Sängerin Britta Meyer, Drummer André Nottebaum und Gitarrist Ulli Etgeton (v.l.). - © Birgit Vredenburg
Bestens aufgelegt: „Eigentlich ist ein Rietberger Life-Musik-Festival ohne ‘Flow’ nicht vorstellbar", meinen Sängerin Britta Meyer, Drummer André Nottebaum und Gitarrist Ulli Etgeton (v.l.). | © Birgit Vredenburg

Rietberg Nach einem Jahr Pause: Das Rietberger "Hänky Pänky" startet wieder durch

Das Kneipenfestival findet am 7. September als „Live-Music-Festival“ unter freiem Himmel statt. Fünf Bands sind mit dabei. Erstmals wird das Event von der Stadt organisiert - das ist aber nicht die einzige Neuerung.

Birgit Vredenburg
24.08.2019 | Stand 23.08.2019, 16:50 Uhr

Rietberg. Aus dem Kneipenfestival wird ein Live-Musik-Festival: Nach einem Jahr Pause geht das beliebte „Hänky-Pänky" mit einem frischen Konzept an den Start. Unter dem Motto „umsonst und draußen" rocken am Samstag, 7. September, von 20 Uhr bis Mitternacht, fünf Bands die Rathausstraße. Erstmals wird das Event von der Stadt organisiert. „Darauf haben wir uns mit den Wirten geeinigt", teilt Johannes Wiethoff von der städtischen Touristikabteilung mit. Anders als in den Vorjahren wird die Musik nicht mehr in den Kneipen geboten, sondern unter freiem Himmel, auf fünf open-Air-Bühnen zwischen Nord- und Südtor. „Ein großer Vorteil gegenüber dem bisherigen Konzept ist, dass die Kneipen und Biergärten ganz normal geöffnet haben, so dass man dort auch vorher schon einkehren kann", sagt Wiethoff. Darüber hinaus stehe an jeder Musik-Station auch ein Getränke- und Imbiss-Stand zur Verfügung. Die Besucher halten sich eben gern draußen auf „Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Hänky-Pänky-Besucher sich gerne draußen aufhalten. Jetzt bringen wir sie noch näher dran an die Musik", freut sich Wiethoff „auf einen großartigen Abend bei hoffentlich gutem Wetter". Bei Regen gehe er davon aus, dass Schirme und Pavillons zum Unterstellen bereit stehen. Laut Spielplan serviert „Sonic Turf" aus Lippstadt an der Ems-Brücke Rock-Cover-Songs von Manfred Manns Earth-Band bis hin zu Pink Floyd. In Höhe der Pochengasse warten „The Lost Fiddler" aus Gütersloh mit verschiedenen Stilrichtungen der amerikanischen Country-Music auf. Am Hotel Vogt heizt die Gruppe „Flow" den Festivalbesuchern mit handgemachtem Rock und Pop ordentlich ein. Zeitgleich mischen „The Rocketeer" aus dem Ruhrpott am „1643" Oldies und Schlager der 1950er und 60er Jahre neu auf, während die Coverband „G.G.O." aus Hamm dem Partyvolk gegenüber der Tenne klassischen Rock ohne Schnörkel auf die Ohren gibt. Ohne diese Band ist ein Rietberger Festival nicht vortsellbar Die sechsköpfige Band Flow übrigens, die vor 15 Jahren von den Rietberger Musikern Jörg Schiemer, André Nottebaum und Markus Matschke gegründet wurde, tritt noch immer in der Originalbesetzung auf. Lediglich Sängerin Britta Meyer, „nach der wir lange gesucht haben", so Gitarrist Ulli Etgeton, stieß erst vor zwei Jahren hinzu. Bereits dreimal hat „Flow" die Gaststätte „Zum alten Graf" im Rahmen des „Hänky-Pänky" kräftig durchgerüttelt. Nottebaum: „Eigentlich ist ein Rietberger Life-Musik-Festival ohne Flow nicht vorstellbar". Als das „Hänky-Pänky" 2003 aus der Taufe gehoben wurde, waren noch mehr als zwölf Wirte mit im Boot und Größen wie die „Thunderbirds" oder die „Rattles" rockten die historische Altstadt. Im vorigen Jahr ist das beliebte Kneipenfestival ausgefallen, weil die Gemeinschaftskasse der zuletzt nur noch sechs teilnehmenden Gastronomen rote Zahlen schrieb, wie Martin Strunz vom Gasthaus „1643" erklärte. „Da die Wirtevereinigung weder die finanziellen Mittel noch die personell-organisatorischen Möglichkeiten hat, diese Veranstaltungen durchzuführen", wie es dazu aus dem Rathaus hieß, hat der Stadtrat im März – auch mit Blick auf die Attraktivitätssteigerung und Belebung des Stadtkerns – außerplanmäßig 12.000 Euro bereit gestellt, um sowohl eine Neuauflage des „Hänky Pänky" sowie der Ende Juni durchgeführten Open-Air-Großkinoveranstaltung zu sichern. Auch diesmal steht wieder ein Bus-Shuttle zur Verfügung. Die Fahrkarten für die Hin- und Rückfahrten in die Ortsteile kosten zwei Euro.

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