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Das Feuerwerk im Flora-Park bietet Effekte in 150 Meter Höhe und am Boden. - © FlashArt
Das Feuerwerk im Flora-Park bietet Effekte in 150 Meter Höhe und am Boden. | © FlashArt

Rheda-Wiedenbrück "Das gab's in OWL noch nie": Vorfreude auf Mega-Feuerwerk in Rheda-Wiedenbrück

Die Veranstalter sprechen in Rheda-Wiedenbrück auch über das aktuelle Thema Feinstaubbelastung durch Feuerwerk.

Marion Pokorra-Brockschmidt
13.08.2019 | Stand 13.08.2019, 17:47 Uhr

Rheda-Wiedenbrück. Zur Zeitreise lädt die Flora Westfalica mit der Veranstaltung "Feuer und Flamme" ein. Es geht zurück in die 1950er und 60er Jahre. "So etwas gab es in Ostwestfalen-Lippe noch nicht", sagt Sebastian Jerig, Projektleiter der Flora, dass dieser Themen-Vorschlag des Bielefelder Unternehmens Flashart direkt auf große Zustimmung gestoßen sei. Von Partytime am Samstag, 24. August, im Flora-Park spricht Martina Zurmühlen, Flashart-Geschäftsführerin. Für sie ist ein Feuerwerk ein "traditionelles, interkulturelles Ereignis, das Emotionen erzeugt, die anders nicht hervorgerufen werden". Um diese Gefühle auch bei der 31. Auflage des Open-Air-Spektakels hervorzurufen, werden sich in dem Feuerwerkskonzept die Tanzfiguren des Rock'n'Roll widerspiegeln. Rote Bienen sausen über den Himmel Bei "Tutti Frutti" von Little Richard beispielsweise werde es sehr bunt am dunklen Firmament. Bei "Motorbiene" von Benny Quick "sausen rote Bienen über den Himmel". Zurmühlen verspricht, dass die bekanntesten Melodien von damals zu einem 17-minütigen Potpourri zusammengestellt wurden. Sechs Monate wurde an der Feuerwerks-Show gearbeitet, die in fünf Tagen programmiert wurde. Sie kostet 25.000 Euro. Zwei Tage lang wird das Feuerwerk im Flora-Park aufgebaut, von fünf Pyro-, zwei Ton- und zwei Lichttechnikern. 503 digitale Zündungen gibt es. Das sind mehr als 1.000 Effekte, die in Bodennähe und bis zu einer Steighöhe von 150 Meter von 13 Abschussplätzen gestartet werden. Zu sehen seien sie am besten in der Emsaue. Das Feuerwerksmaterial wiege 533 Kilogramm, nennt Zurmühlen eine weitere Zahl. "Dieser Feinstaub ist rein organisch" Zahlen hat sie auch zum Klimaschutz parat. Bei dem Feuerwerk im Flora-Park entstünden 150 Gramm Feinstaub. Bei den "Kölner Lichtern" würde das Vierfache an Feuerwerksmaterial gezündet "und der Feinstaub dort entspricht dem, den ein Auto erzeugt, das von Dortmund nach Köln und zurück fährt", sagt Zurmühlen. "Außerdem ist dieser Feinstaub rein organisch", betont Zurmühlen. Denn die so genannten Kugelbomben bestehen aus Schwarzpulver mit chemischen Bestandteilen und Pappe, die komplett verbrennt. "Jeder Grillabend ist deutlich schädlicher, als hier bei Feuer und Flamme dabei zu sein." Das Open-Air-Spektakel beginnt um 17 Uhr unter dem Titel "Petticoat & Rock'n'Roll". Auf einer großen Bühne an der Mittelhegge werden "Andy Lee & his Rockin' Country Men" Songs von Elvis, Buddy Holly und Fats Domino spielen. An der Picknickscheune verspricht Jerig mit den "Acoustic Fifties" handgemachte Klassiker. Hingucker sind die Oldtimer, die in Kooperation mit dem Motorsport-Club Wiedenbrück an Seilzirkus auffahren. Zum Zuschauen und zum Mitmachen lädt die Tanzgruppe Schaumburg-Lippe in Original-Outfits ein.

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