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Das letzte Teilstück zwischen Künsebeck und Borgholzhausen. - © Andreas Großpietsch
Das letzte Teilstück zwischen Künsebeck und Borgholzhausen. | © Andreas Großpietsch

Schneller als geplant? Es fehlt nicht mehr viel, bis die A 33 fertig ist

Noch hält der Landesbetrieb Straßen.NRW eisern an der Aussage fest, dass auf der A 33 erst ab Jahresende der Verkehr rollt - doch tatsächlich könnte ein Abschnitt schneller als geplant fertig werden

Andreas Großpietsch
04.03.2019 | Stand 04.03.2019, 06:56 Uhr

Halle/Borgholzhausen. Der Landesbetrieb Straßen.NRW bleibt ganz fest bei seiner Linie: „Der letzte Abschnitt der A 33 wird am Jahresende für den Verkehr freigegeben", lautet die stereotype Antwort, wenn man fragt, ob das ganze nicht ein wenig schneller gehen könnte. Doch bis zu diesem Zeitpunkt sind es noch gut zehn Monate. Und angesichts der langen Zeit, in der man den Bau des Straßenprojekts verfolgen konnte, scheint das doch wirklich sehr viel zu sein, angesichts der Menge der noch ausstehende Arbeiten. Zumal der Winter wohl kaum noch ausdauernd zurückkehrt. "Einen Termin, den man dem Minister zugesagt hat, verschiebt man nicht" Klar, die Verantwortlichen beim Landesbetrieb sind gebrannte Kinder. Bei der Fertigstellung des Abschnitts Steinhagen gab es sozusagen auf der Ziellinie noch unschöne Probleme, die das Projekt über Monate verzögerten. Und weder die öffentliche Häme noch die deutliche Kritik von vorgesetzten Dienststellen dürften Anlass zu mehr Risikofreude geben. „Einen Termin, den man dem Minister zugesagt hat, verschiebt man nicht", ist da offenbar der Bielefelder Behörde so nachhaltig erklärt worden, dass alle Verantwortlichen jetzt auf Nummer sicher gehen. Doch schaut man sich an, was alles schon fertig ist und was laut dem offiziellen Bauzeitenplan noch zu erledigen ist, so wächst der Optimismus, dass es schneller gehen wird. Schutzeinrichtungen im Randbereich, Notrufsäulen und Markierungsarbeiten – diese drei Gewerke sollen im zweiten Quartal des Jahres vergeben werden. Doch was verbirgt sich dahinter? Pflastermalereien auf der Autobahn Am einfachsten ist die Frage bei den Notrufsäulen. Alle zwei Kilometer finden sich die orangefarbenen Nothelfer an deutschen Autobahnen. Macht im ungünstigsten Fall also vier mal je zwei Telefonsäulen – die Leerrohre für die Kabel sind schon lange verlegt. Und die Markierungsarbeiten? Sicher, die kleinen Maschinen, die schmalere und breitere weiße Streifen auf den übrigens schon lange fertigen Asphalt malen, fahren langsam. Ohne Mühe kann man mit ihnen Schritt halten. Doch auch mit langsamen Schritt kann man die fehlenden 7,2 Kilometer einmal täglich durchmessen – und so kompliziert sind die Pflastermalereien auf der Autobahn nun auch nicht. Wer will schon einer lieblose Eröffnung dieser Autobahn? Bliebe noch der Punkt mit den "Schutzeinrichtungen im Randbereich". Hinter diesem Begriff verbergen sich entweder die altbekannten Leitplanken aus Metall oder aber gut hüfthohe Betonelemente, die an normale Winkelstützen erinnern. Und auch ungefähr so kompliziert zu verbauen sind. Und sicher: Diese Gewerke können nicht alle zur selben Zeit erledigt werden, sondern immer nur schön nacheinander. Aber die roten Lärmschutzwände, die zeitlich noch davor fertiggestellt werden müssen, sind schon jetzt auf einem guten Wege. Ganz ehrlich: Wer will schon eine lieblose Eröffnung dieser Autobahn an einem regnerisch-nasskalten Tag zwischen Weihnachten und Neujahr. Ein Tipp: Wer Aktivitäten rund um die Eröffnung plant, sollte sich mit seinen Vorbereitungen rund um das Ende der Sommerferien bewegen.

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