Abteilungsleiter Tobias Fischer (l.) und Frank Linke von der Bauüberwachung bei Straßen NRW erläuterten anhand Plänen den Bauablauf. - © Andreas Frücht
Abteilungsleiter Tobias Fischer (l.) und Frank Linke von der Bauüberwachung bei Straßen NRW erläuterten anhand Plänen den Bauablauf. | © Andreas Frücht

Gütersloh Eine Sperrung nach der anderen: Das sind die kommenden Baustellen in Gütersloh

Ab Montag läuft zwar der Verkehr wieder auf der Spexarder Straße und über den neuen Knotenpunkt am Hüttenbrink - aber in und um Spexard kommt es schon wieder zu weiteren Sperrungen

Rainer Holzkamp
17.05.2019 | Stand 16.05.2019, 18:39 Uhr

Gütersloh. Fast verzweifelt haben sich viele Autofahrer in diesen Tagen die gleiche Frage gestellt: „Wann ist die Spexarder Straße endlich fertig?" Die Antwort kann erst jetzt, dafür mit Sicherheit gegeben werden: Am kommenden Montag, 20. Mai, wird die sanierte Landstraße 787 samt Radweg nach acht Monaten Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben – allerdings nur auf dem zwei Kilometer langen Abschnitt zwischen der Einmündung Sundernstraße und der Autobahnbrücke. Ebenfalls wieder geöffnet wird der abzweigende Hüttenbrink, der wegen des neuen Gewerbegebietes auf dem nordöstlichen Abschnitt für mehr und schwereren Verkehr ausgebaut wurde. Außerdem ist die Ausfahrt aus dem neuen Gewerbegebiet, wo derzeit in flottem Tempo das riesige Nobilia-Küchenwerk III entsteht, mit Fahrbahninseln so gestaltet worden, dass die Lkws nur nach rechts Richtung Spexarder Straße abbiegen können und das Dorf nicht noch mehr belasten. Auch wurde die Entwässerung erneuert. Ampeln und Abbiegespuren sollen helfen Am aufwendigsten war jedoch der Ausbaus des Knotenpunktes L788/Hüttenbrink. So wird ab kommender Woche der Verkehr hier mit einer Ampel geregelt, die insbesondere für die vielen Radfahrer und auch für die Fußgänger ein Plus an Verkehrssicherheit bringen soll. Wie Tobias Fischer, Bauabteilungsleiter bei der Regionalniederlassung von Straßen NRW, erläuterte, wurde auf der Spexarder Straße eine zusätzliche Linksabbiegespur eingerichtet. Und wer vom Hüttenbrink kommt, kann sich nun nach links oder rechts einordnen. Ampel und Abbiegespuren sollen an dieser neuralgischen Stelle den Verkehr besser ordnen und flüssiger machen. Weiter über die A 2-Brücke auf die Sürenheider Straße Laut Straßen NRW wandert die Baustelle unverzüglich weiter über die A 2-Brücke auf die Sürenheider Straße. Für die Sanierung der Fahrbahn bis zum zweiten Kreisel an der Einmündung der Isselhorster Straße (rund 1.000 Meter) werden laut Tobias Fischer sechs bis sieben Wochen benötigt. Aus Gründen der Arbeitssicherheit komme auch hier nur eine Vollsperrung in Frage. Sämtliche fünf Bauabschnitte auf der L 787 werden demnach Anfang Juli abgeschlossen sein. Von freier Fahrt in und um Spexard herum kann dann jedoch nicht die Rede sein. Denn Anfang Juli beginnt der groß angelegte Umbau der Verler Straße in der Spexarder Ortsdurchfahrt. Die dann komplett fertiggestellte, parallel verlaufende L 787 dient dann ebenso wie die Neuenkirchener Straße als Umleitung. Täglich passieren rund 11.000 Fahrzeuge die Verler Straße pro Richtung. Auf den Ausweichstrecken dürfte es also verdammt eng werden. Und noch eine Baustelle im Juli Und noch eine Baustelle: Im Juli lässt Straßen NRW die ebenfalls viel befahrene Avenwedder Straße (L 788) auf einem 940 Meter langen Abschnitt zwischen dem Ortsausgang Avenwedde und de Gehle-Kreuzung sanieren. Auch hier: Vollsperrung für sechs bis sieben Wochen. Die offizielle Umleitung führt über die Spexarder-/Sürenheider Straße sowie über die Isselhorster Straße großräumig an der Baustelle vorbei. Sven Johanning, Sprecher von Straßen NRW in Bielefeld, geht aber aber davon aus, das Ortskundige kürzere Strecken wählen. „Verboten ist das nicht. Jedoch weisen wir keine Stadtstraßen als Umleitung aus." "Die reinste Katastrophe" Entwarnung gibt es immerhin für Radfahrer, die den Radweg der Avenwedder Straße zwischen der Gehle-Kreuzung und dem Ortseingang Friedrichsdorf benutzen. Manch einer hat schon geflucht wegen der Sanierung in Form von Flicken mit abgebrochenen Rändern und unterschiedlich grobem Belag. „Die reinste Katastrophe", so war zu hören. Das werde so nicht bleiben, teilte ein Behördensprecher von Straßen NRW auf Anfrage mit. Die Ränder würden ausgebessert und die gesamte Strecke (2,4 Kilometer) erhalte eine neue Deckschicht. Die Mehrkosten betragen 60.000 Euro. Bereits am kommenden Montag würden die Arbeiten fortgesetzt, hieß es. Und in spätestens drei Wochen rollen die Räder wieder schön geschmeidig.

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