Festnahme nach Widerstandshandlungen auf dem Kesselbrink. - © NW
Festnahme nach Widerstandshandlungen auf dem Kesselbrink. | © NW

NW Plus Logo Bielefeld Weniger politisch motivierte Straftaten in Bielefeld

Die Aufklärungsquote stieg 2021 von 30 auf 39 Prozent. Aber diese Delikte sind mehr geworden.

Stefan Becker

Bielefeld. Entgegen der OWL-weiten Entwicklung im vergangenen Jahr registrierte der Staatsschutz für Bielefeld weniger politisch motivierte Straftaten: Die Zahl der Delikte sank um 15 Prozent von 188 (2020) auf 159 (2021). Die für den gesamten Regierungsbezirk Detmold verantwortliche Abteilung im Bielefelder Polizeipräsidium verteilt die Straftaten auf die sogenannten Phänomenbereiche „Rechts“, „Links“, „Ausländische Ideologie“, und „Religiöse Ideologie“.Lasse sich die Straftat keiner dieser vier Blöcke klar zuordnen, werde sie unter „Sonstige politische Motivation“ erfasst, schreibt die Behörde in ihrem Bericht zur Jahresbilanz der politisch motivierten Kriminalität. Zu dieser Fraktion zählen auch Querdenker, Corona-Leugner, Reichsbürger und Anhänger von Verschwörungstheorien, wenn sie sich beispielsweise strafbar gemacht haben auf diversen Demos, von denen es Hunderte gab im vergangenen Jahr in OWL. In Bielefeld waren es 44 – in Gütersloh 90. Bei der Zahl der Reichsbürger bildet Bielefeld mit 24 registrierten Kandidaten sogar das Schlusslicht im OWL-Vergleich, während im Kreis Herford 91 Vertreter dieses Gedankenguts leben.

So verzeichnete die Gruppe „Sonstige“ auch als einzige in Bielefeld einen Zuwachs bei den Staatsschutz relevanten Straftaten, und zwar von knapp 20 Prozent. Die Zahl der Delikte stieg von 41 (2020) auf 49 (2021). Im ersten Corona-Jahr hatte sich der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr sogar fast verdreifacht.

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