So sah der erste Badespaß im Vorjahr aus. Nahla (11, v. l.), Lennart und ihre Freundin genießen den See bei Sonne, Hitze und blauem Himmel. - © Mike-Dennis Müller / www.mdm.photo
So sah der erste Badespaß im Vorjahr aus. Nahla (11, v. l.), Lennart und ihre Freundin genießen den See bei Sonne, Hitze und blauem Himmel. | © Mike-Dennis Müller / www.mdm.photo

NW Plus Logo Bielefeld Naturschützer überrascht: Erstaunliche Entdeckungen am Quelle-See

"So etwas in dieser Art gibt es in Bielefeld kein zweites Mal" - die Experten sind hellauf begeistert. Auch für die Badegäste gibt es erfreuliche Neuigkeiten.

Susanne Lahr

Bielefeld. Ein kalter Wind pfeift an diesem April-Morgen über den Quelle-See. Das Wasser, das im Zusammenspiel mit goldgelbem Sand bei Sonnenschein nahezu karibisches Flair ausstrahlt, ist dunkel und kalt. Die Wasservögel stört das bekanntlich nicht, sie ziehen in Ruhe ihre Bahnen. Und sie lassen sich auch nicht von den Maschinen stören, die am Nordufer Sand aufladen und abfahren. Diese sorgen dafür, dass Badegäste in der zweiten Saison in Bielefeld-Quelle noch mehr Platz haben werden ihre Handtücher auszubreiten. Die Ruhezonen für die Natur hingegen sind schon weitgehend sich selbst überlassen und dabei, sich aus Sicht der Experten zu einem Kleinod für Bielefeld zu entwickeln.

Eigentümer Claus Meyer zu Bentrup, Adam Marek und Dagmar Philipp vom Umweltamt sowie Claudia Quirini-Jürgens vom Naturschutzbeirat der Stadt Bielefeld nehmen an diesem Tag den 4 bis 5 Hektar großen See und die Entwicklung seiner modellierten Uferbereiche in Augenschein. Eigentlich, sagt Marek, hätte die Wasserfläche 2 Hektar größer werden sollen, aber weil der Sandbedarf beim Bau der A 33 nicht so groß gewesen sei wie gedacht, habe umdisponiert werden müssen.

Um dem See die fürs Überleben nötige Tiefe zu geben, durfte für andere Bauvorhaben noch Sand ausgespült werden - insgesamt rund 600.000 Kubikmeter. Jetzt misst das kristallklare Gewässer mit bester Wasserqualität, die zweimal jährlich getestet wird, an der tiefsten Stelle im Idealfall 6,50 Meter. Der durchs Grundwasser gespeiste See schwankt aber durchaus um bis zu einem Meter im der Höhe seines Wasserspiegels und bei der Größe der Wasserfläche - je nach Niederschlagsmenge.

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