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"Das Verbot muss auf jeden Fall verhindert werden." Julius Nienstedt (25) tätowiert seit 5 Jahren in seinem Studio "Golden Era Tattoo". - © Stefan Becker
"Das Verbot muss auf jeden Fall verhindert werden." Julius Nienstedt (25) tätowiert seit 5 Jahren in seinem Studio "Golden Era Tattoo". | © Stefan Becker

Bielefeld Bielefelder Tätowierer kämpfen für Farben - und gegen Brüssel

Mit einer Petition wehren sich die Freunde des gestochenen Körper-Schmucks gegen ein drohendes EU-Verbot. Die Bürokraten fragten viele um Rat - nur nicht die Spezialisten aus Bielefeld.

Stefan Becker
15.02.2020 | Stand 16.02.2020, 13:08 Uhr |

Bielefeld. "Ich war nicht der Erste – aber um 20 Uhr hatte ich die Petition auch gezeichnet”, sagt Jens Gößling, Tätowierer aus Bielefeld und Chef des "Blue Harvest”. Das war vor einem Monat: Am 15. Januar ging eine Petition online mit dem schlichten Aufruf #tattoofarbenretten. Ihr Ziel: Mindestens 50.001 Unterschriften sammeln gegen ein EU-Verbot, das zwei Pigmente aus der Farbpalette für Tätowierer verbannen will. Würden die betroffenen Blau 15 und Grün 7 tatsächlich vom legalen Markt verschwinden, könnte es auf der Haut der Kunden zukünftig ziemlich blass werden, fürchten die Profis. Die Branche spricht von einem Verlust von bis zu 60 Prozent aller Farben.

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