0
Auch die Polizei unterstützte die nächtlichen Kontrollen in Bielefelder Diskos und Shisha-Bars. - © Symbolfoto Polizei
Auch die Polizei unterstützte die nächtlichen Kontrollen in Bielefelder Diskos und Shisha-Bars. | © Symbolfoto Polizei

Bielefeld Razzia: Fahnder tauchen in sieben Bielefelder Bars und einer Disco auf

20 Beamte von Zoll, Ordnungsamt und Polizei ziehen am Freitag durch Bielefelder Shisha-Bars und Cafés. Vor allem beim Wasserpfeifentabak gibt es Beanstandungen

Jens Reichenbach
14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 08:45 Uhr

Bielefeld. Ordnungsamt, Zoll, Steueramt und Polizei haben jetzt sieben Bars und Cafés sowie eine Disco unangekündigt besucht. Bei der Razzia in der Bielefelder Innenstadt ging es den 20 Beamten um Kontrollen aller Art. Während das Ordnungsamt die Einhaltung von Jugend- und Nichtraucherschutz im Auge hatte, ging es den Zollbeamten um Steuervergehen und Schwarzarbeit. Die Beamten des Hauptzollamtes hatten vor allem in den Shisha-Bars viel zu tun. Wie Sprecherin Kirsten Schüler mitteilte, hätten ihre Kollegen in mehreren Bars unversteuerten Shisha-Tabak sichergestellt. Wie viele Kilo Tabak diesmal beschlagnahmt wurden, konnte Schüler noch nicht sagen: „Wir sind noch in der Auswertung." 61 Kilo Wasserpfeifen-Tabak beschlagnahmt Bei einer vergleichbaren Aktion im März nahmen die Beamten 61 Kilo Wasserpfeifen-Tabak aus vier Lokalen mit. Zum einen wurde damals unversteuerter Tabak gefunden. „Das ist Steuerhinterziehung", so Schüler. Bei anderen Betrieben wurden Ordnungswidrigkeiten festgestellt, weil sie aus größeren Dosen Einzelportionen verkauft hatten. „Das ist aber nicht erlaubt. Diese Ware darf nur pro Packung verkauft werden", so Schüler. Wer nur eine Portion Wasserpfeifentabak an einen Gast verkaufen wolle, müsse entsprechend kleinere Portionen ankaufen. „Das ist aber teurer." Für die Ermittler des Zolls ist Tabak, der nicht versteuert oder falsch verkauft wird, zu einem großen Thema geworden. Darüber hinaus interviewten Mitarbeiter der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit" die Angestellten von Bars, Cafés und der Innenstadt-Disco nach ihren Arbeitsbedingungen. „Uns geht es dabei um die Arbeitszeiten und die Verdienste." Wichtige Kohlenstoffdioxid-Entlüftung funktioniert nicht Das Ordnungsamt hatte nach Angaben von Geschäftsbereichsleiter Holger Otto relativ wenig zu beanstanden: „Jugendschutz und Nichtraucherschutz wurden tadellos eingehalten." Auch zu fortgeschrittener Zeit in der Disco gab es nichts zu meckern. Im März hatte die Behörde noch insgesamt drei Verstöße registriert (zweimal Jugendschutz, einmal Nichtrauchergesetz). Eine Shisha-Bar verstieß allerdings gegen eine gewerberechtliche Auflage: „Diese Bars benötigen eine spezielle Entlüftung, damit die Kohlenstoffdioxid-Werte die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschreiten. Doch die Entlüftung funktioniert nicht, wenn Türen und Fenster offen stehen."

realisiert durch evolver group