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Bielefeld bekommt sein erstes kombiniertes Hallen-Freibad.  - © Detlef Wittig
Bielefeld bekommt sein erstes kombiniertes Hallen-Freibad.  | © Detlef Wittig

Bielefeld Millionen-Neubau: Stadt Bielefeld bekommt ein neues Kombi-Schwimmbad

Der Stadtrat muss dem Millionen-Projekt noch zustimmen

Stefan Becker
05.07.2019 | Stand 05.07.2019, 17:23 Uhr

Bielefeld. Große Freude unter den Badefreunden im Norden von Bielefeld: Der Aufsichtsrat der Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH (BBF) gab am Donnerstag die Freigabe für den Bau eines Kombi-Hallenbades auf dem Areal des Jöllenbecker Freibades bekannt. Das neue Bad soll über ein 25-Meter-Variobecken mit sechs Schwimmbahnen verfügen, eine 3-Meter-Sprunganlage und ein kombiniertes Lehr- und Kursbecken. Neue Becken kommen Weiterhin soll der Bau eines Außenbeckens geplant werden und, wie das bestehenden Kinderbeckens des Freibades einbezogen werden kann. Doch schauen die Macher dabei nicht nur auf die Anlage, sondern überlegen auch die bessere Nutzung bestehender Straßen. So gehöre zum Planungsauftrag auch die Verkehrs-Erschließung des Bades über den "Wörheider Weg” als Alternative zu der bisherigen Zufahrt "Naturstadion”. Der Abzweig der schmalen Straße bietet beispielsweise nur einen kleinen Parkplatz für die Bade-Gäste, der gleichzeitig auch von Besuchern und Sportlern des benachbarten Sportplatzes genutzt wird. Badebetrieb im Freibad wird eingestellt Die BBF wurde beauftragt die notwendigen Planungen vorzubereiten. Für den Neubau des Kombi-/Hallenbades sei zudem die rechtzeitige Einstellung des Freibadbetriebs Jöllenbeck erforderlich. Der Beschluss gelte vorbehaltlich einer Zustimmung des Stadtrates über das Finanzierungskonzept. Die Finanzierung des neuen Bades habe ein geschätztes Gesamtvolumen in Höhe von rund 13 Millionen Euro. Grundstück hat Vorteile „Ich freue mich über diese Entscheidung. Der Sportausschuss hat bereits den Bedarf für ein Hallenbad festgestellt, um insbesondere den Bedarf des Schul- und Vereinsschwimmens abzudecken”, kommentiert BBF-Aufsichtsratsvorsitzender Lars Nockemann den Beschluss. Zu dieser Einschätzung komme auch die BBF. Das Unternehmen habe daraufhin verschiedene Grundstücke zur Errichtung eines solchen Bades geprüft und alle Optionen auch wieder verworfen. „Der jetzige Standort des Freibades Jöllenbeck hat dabei erhebliche Vorteile gegenüber anderen betrachteten Grundstücken", erläutert Nockemann. Zeppelinähnliche Kuppel Das Freibad Jöllenbeck wurde 1955 eröffnet und erhielt 20 Jahre später eine Traglufthalle, die das 50-Meter-Becken in ein Hallenbad verwandelte. Wegen der hohen Energiekosten wurde die zeppelinähnliche Kuppel im Jahr 2002 für immer abgebaut.

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