0
In Bielefelder Schulen gibt's jetzt wieder Hitzefrei. - © Symbolfoto Getty
In Bielefelder Schulen gibt's jetzt wieder Hitzefrei. | © Symbolfoto Getty

Bielefeld An diesen Schulen in Bielefeld gibt es diese Woche Hitzefrei

Moritz Trinsch
25.06.2019 | Stand 25.06.2019, 06:17 Uhr

Bielefeld. Am Mittwoch erwarten die Bielefelder Temperaturen bis zu 38 Grad Celsius. Viele Schüler freuen sich dann wieder auf das zu erwartende Hitzefrei. Die Gymnasien in Heepen und Brackwede haben bereits im Vorfeld angekündigt, Dienstag und Mittwoch der Unter- und Mittelstufe ab der vierten Stunde frei zu geben. Die meisten anderen Bielefelder Schulen halten sich mit solchen vorgezogenen Hitzefrei-Meldungen allerdings zurück. Der Wald schützt vor Hitze „Wir können das nicht auf Vorrat bestimmen. Wir müssen uns jetzt jeden Tag einzeln anschauen und entscheiden dann, wie wir vorgehen werden", erklärt Claudia Hoppe, Schulleiterin der Gesamtschule Rosenhöhe. Große Hoffnung dürften sich die Schüler aber wohl nicht machen. Die Schule sei durch den Teutoburger Wald gut vor der Hitze geschützt. „Wir haben hier eine ganz komfortable Lage". Jeder Schulleiter entscheidet autark Ein landesweit geltendes Hitzefrei-Gesetz gibt es nicht. Jeder Schulleiter entscheidet allein darüber, ob der Unterricht für die Schüler ausfällt oder weiter durchgezogen wird. Neben dem allgemeinen Wohlbefinden der Schüler kommt es vor allem auf die räumliche Situation des Schulgebäudes an. Schulen mit Glasfronten erhitzen schneller als alte Gebäude mit dicken Betonwänden. Kritische Marke: 27 Grad Celsius Generell gilt: Wenn die Raumtemperatur im Klassenzimmer die 27-Grad-Marke erreicht, sollten Schulleiter Hitzefrei geben. Sie müssen es aber nicht. Doch Achtung: Bei einer Raumtemperatur von unter 25 Grad darf kein Hitzefrei gegeben werden. Eine Ausnahme bildet Unterricht von Abiturienten. Sie sind von Hitzefrei ausgeschlossen und müssen weiter in der Schule schwitzen. Nur bei drohenden Kreislaufbeschwerden oder Hitzestaus dürfen auch sie früher entlassen werden. Grundschüler sowie Fünft- und Sechstklässler dürfen nur in Absprache mit den Eltern früher nach Hause geschickt werden. Besonderes Konzept: Eltern können selbst entscheiden Statt auf Hitzefrei setzt die Schwerhörigen- und Gehörlosenschule in Senne auf ein ganz anderes Konzept. Eltern können dort selbst entscheiden, ob ihre Kinder zur Schule gehen sollen oder nicht. Wenn sie das Gefühl hätten ihren Kindern zu viel zuzumuten, dürfen sie sie in Absprache mit der Schule zu Hause lassen. Ein nachträgliches Hitzefrei gibt es an dieser Schule nicht. „Das ist organisatorisch nicht umzusetzen", erklärt das Sekretariat auf Nachfrage. Rekorde in den Freibädern Die hohen Temperaturen führen auch zu deutlich höheren Besucherzahlen in den Freibädern – 15.000 waren es allein am vergangenen Sonntag. „Insgesamt hatten wir im Juni schon rund 87.000 Besuche. Das sind 50 Prozent mehr, als vergangenes Jahr", sagt Hans-Werner Bruns von der Betreibergesellschaft. Die steht wegen des Besucheransturms vor großen personellen Herausforderungen. „Saisonkräfte sind leider nicht immer leicht zu finden", erklärt Bruns. Deshalb müsse man nun auf das Stammpersonal aus den Hallenbäder zurückgreifen. Bereits in der vergangenen Woche musste deswegen das Aquawede in Brackwede schließen. Heepen schließt Am Donnerstag wird auch das Familienbad in Heepen für mindestens eine Woche geschlossen werden müssen. Das Ishara und das Sennestadtbad sind vorerst nicht betroffen. Das Schul- und Vereinsschwimmen findet wie gewohnt statt. Ab kommender Woche erwarten Meteorologen wieder Temperaturen um die 25 Grad.

realisiert durch evolver group