Die Kripo Münster ermittelt nach einem Tötungsdelikt. Ein Bielefelder Polizist soll seine Mutter und anschließend sich selbst getötet haben. - © Symbolfoto: Andreas Frücht
Die Kripo Münster ermittelt nach einem Tötungsdelikt. Ein Bielefelder Polizist soll seine Mutter und anschließend sich selbst getötet haben. | © Symbolfoto: Andreas Frücht

Bielefeld Bielefelder Polizist tötet seine Mutter und dann sich selbst

Schwere Depression soll Auslöser gewesen sein. Polizeibehörde Münster hat Ermittlungen aufgenommen

Jens Reichenbach
13.06.2019 | Stand 14.06.2019, 00:09 Uhr

Bielefeld. Ein Bielefelder Polizist soll am Dienstag seine Mutter und anschließend sich selbst umgebracht haben. Das besagen Informationen der Neuen Westfälischen am Mittwochabend. Demnach soll der 43-Jährige bei der Tat in einer Wohnung in Hillegossen ein Messer eingesetzt und damit seiner Mutter tödliche Verletzungen zugefügt haben. Ein Sprecher der Polizei bestätigte am Abend, dass in dem Fall die Polizeibehörde Münster ermittelt. Deshalb könne man selbst zu dem Vorfall keine Stellung nehmen. Ein üblicher Vorgang: Tatsächlich ermittelt bei Taten von Polizeibeamten in der Regel nicht die eigene Behörde. Seit längerer Zeit in psychiatrischer Behandlung Wie zu erfahren war, war der Beamte der Bereitschaftspolizei seit längerer Zeit in psychiatrischer Behandlung und aktuell nicht im Dienst. Deswegen ist davon auszugehen, dass eine schwere Depression Auslöser für die Tat war. Psychologen sprechen von einem "erweiterten Suizid", wenn Suizidenten auch Angehörige töten. Die Polizei verwendet diesen Begriff nur, wenn der Angehörige und der Täter gemeinsam beschlossen haben, aus dem Leben zu scheiden. Die Ermittlungen in dem Fall dauern noch an. Erst am Pfingstmontag hat sich ein ähnlicher Fall in Warstein (Kreis Soest) ereignet. Hier hat nach Angaben der Polizei ein 64-jähriger Mann zunächst seine Ehefrau (63) mit einem Hammer attackiert und sich anschließend selbst getötet. Die Frau überlebte schwer verletzt.

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