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Eine Frau, die viel bewegt: Elke Upmeier zu Belzen ist seit 2011 erste Vorsitzende des CVJM in Jöllenbeck. Die ehrenamtliche Arbeit in dem Verein nimmt einen großen Teil ihrer Zeit in Anspruch. Unter anderem für die Anschaffung des Billard-Tisches hat sie gesorgt. - © Andreas Zobe
Eine Frau, die viel bewegt: Elke Upmeier zu Belzen ist seit 2011 erste Vorsitzende des CVJM in Jöllenbeck. Die ehrenamtliche Arbeit in dem Verein nimmt einen großen Teil ihrer Zeit in Anspruch. Unter anderem für die Anschaffung des Billard-Tisches hat sie gesorgt. | © Andreas Zobe

Bielefeld Frauenpreis: Elke Upmeier zu Belzen hat dem 
CVJM Jöllenbeck neues Leben eingehaucht

Eine Frau, die viel bewegt

Alexandra Buck
01.03.2016 | Stand 29.02.2016, 21:43 Uhr

Bielefeld. Mit einer CVJM-Freizeit in Norwegen hatte alles angefangen. Da hat es die 17-jährige Elke Upmeier zu Belzen gepackt. Die Gemeinschaft, der Zusammenhalt, die Gespräche über den Glauben – das tat gut. Heute ist sie selbst diejenige, die jungen Menschen Kraft gibt. Kinder stark machen, das ist das oberste Gebot der Vorsitzenden des CVJM Jöllenbeck. Kurz nach der ersten Freizeit wurde Elke Upmeier zu Belzen Mitglied im CVJM Jöllenbeck und entschwand sogleich wieder. Sie studierte in Trier Innenarchitektur, zog nach Münster, doch Bielefeld ließ das „Jöllenbecker Kind" nicht los. Ende der 90er Jahre, da wohnte sie mit ihrem Mann und den drei Kindern wieder in Bielefeld, half sie beim großen Umbau des CVJM-Hauses, verbannte die alten Häkeldecken aus den Räumen, zauberte ein helleres, luftigeres, fröhlicheres Ambiente. 1996 ließ sich Elke Upmeier zu Belzen als Beisitzerin in den Vorstand wählen, ein gewagter Schritt angesichts der Tatsache, dass sie mit drei Kindern und Job als freiberufliche Innenarchitektin mehr als ausgelastet war. Doch Upmeier zu Belzen brachte sich ein, opferte ihre Ferien, um auf Freizeiten zu kochen. „Über die Arbeit in der Küche kommt man toll mit den jungen Leuten in Kontakt und erfährt viel über sie", sagt sie. Hier ist sie voll in ihrem Element und hier entfalten sich ihre Gaben: Kommunikation, Menschen einnehmen, begeistern, motivieren. Auch und gerade Gespräche mit den vermeintlich „schwierigen" Kindern sucht sie immer gern. Sie möchte die Liebe, den festen Glauben, das Gute weitergeben, jungen Menschen helfen, Sinn und Ziel im Leben zu finden. „Jeder will doch geliebt werden, das versuchen wir hier zu leben", sagt sie. Und das klingt gar nicht nach diesem oft altbacken anmutenden Kirchengerede. Man spürt, dass das tief aus ihrem Herzen kommt. Seit 2011 ist Upmeier zu Belzen erste Vorsitzende des CVJM in Jöllenbeck mit seinen immerhin 550 Mitgliedern. Die Vereinsarbeit nimmt inzwischen einen großen Teil ihrer Zeit ein. „Weil ich mich einfach verantwortlich fühle." Sie repräsentiert den CVJM nach außen, knüpft Netzwerke, hält den Kontakt zu Politik, Schulen und Kirchen, ebenso kümmert sie sich um die Mitglieder, besucht Geburtstagskinder, organisiert, bringt mit ihren kreativen Ideen Leben in den Verein. So hatte sie einen großen Anteil daran, dass der CVJM den Umbau des CVJM-Hauses an der Schwagerstraße zu einem barrierefreien Gebäude inklusive Aufzug und Toilette stemmen konnte. Ein in finanzieller und bürokratischer Hinsicht großer Kraftakt, ebenso wie das Jubiläum im Jahr 2013. Umbau und Jubiläum waren große Erfolge – und beide sind unter der Regie Elke Upmeiers dazu geworden. Doch das hört sie nicht gern. „Daran hatten viele einen Anteil", erklärt sie immer wieder und man spürt, diese Frau ist eine Teamplayerin. Anders wäre auch schlecht, schließlich muss sie rund 150 Ehrenamtliche zusammenhalten, zudem arbeiten im Haus zwei Hauptamtliche, die der CVJM angestellt hat, als der Verein im Jahr 2000 im Auftrag der Stadt die Offene Arbeit für den Stadtteil übernahm.

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