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Bielefeld Kulturamt belegt Oetkerhalle doppelt

Klassische Philharmonie Bonn verschiebt Konzert wegen 100. Todestages von Rudolf Oetker um zwei Tage

Ariane Mönikes

Bielefeld. Auch dem Kulturamt passiert mal ein Fauxpas: So wurde der Klassischen Philharmonie Bonn für den 8. März 2016 ein Konzert in der Oetkerhalle zugesagt, obwohl der Tag bereits für die Gedenkfeier der Familie Oetker vergeben war. Beim 8. März handelt es sich um den 100. Todestag von Rudolf Oetker, Sohn des Unternehmensgründers August Oetker. Das Konzert der Philharmoniker ist nun um zwei Tage verschoben worden. Rudolf Oetkers Mutter Lina Oetker stiftete im Gedenken an ihren Sohn, der im Ersten Weltkrieg vor Verdun fiel, die nach ihm benannte Halle. Die Familie möchte das Andenken an Rudolf Oetker mit einem Konzert ehren und hatte deshalb in Zusammenarbeit mit einem renommierten Orchester ein im Zeichen der Völkerverständigung stehendes Programm mit Werken französischer und deutscher Komponisten zusammengestellt, sagt Oetker-Sprecher Jörg Schillinger. Die Klassische Philharmonie Bonn ist laut Geschäftsführer Jürgen-Peter Freudenberg nach vielen Gesprächen zu der Überzeugung gekommen, das Anliegen von Familie Oetker zu akzeptieren. Das Konzert ist auf den 10. März 2016 verlegt worden. Die Abonnenten der Konzertreihe "Wiener Klassik" wurden vom städtischen Kulturamt informiert. Dessen Leiterin Brigitte Brand korrigiert in ihrem Schreiben das Online-Lexikon Wikipedia. Dort wird, auch gestern noch, der Todestag von Rudolf Oetker mit falschem Datum, nämlich dem 18. März, genannt. Brand: "Das Sterberegister belegt jedoch zweifelsfrei den 8. März."

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