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Ein Magen-Darm-Infekt ist für die meisten Menschen ungefährlich. Ein paar Maßnahmen helfen, möglichst schnell wieder gesund zu werden. - © Pixabay
Ein Magen-Darm-Infekt ist für die meisten Menschen ungefährlich. Ein paar Maßnahmen helfen, möglichst schnell wieder gesund zu werden. | © Pixabay

Trends bei Google Magen-Darm-Infekt: Was passiert dabei im Körper und was verschafft Linderung?

In den vergangenen Wochen wurde bei Google häufig nach Magen-Darm-Infekt, den Folgen und Hilfsmitteln gesucht. Wir beantworten die häufigsten Fragen.

Wiebke Wellnitz
19.01.2023 | Stand 19.01.2023, 14:43 Uhr

Durchfall, Erbrechen und Übelkeit sind Anzeichen für einen Magen-Darm-Infekt. Doch was passiert dabei im Körper? Und wie lassen sich die Beschwerden lindern?

Was passiert bei einem Magen-Darm-Infekt?

Auslöser für einen Magen-Darm-Infekt sind Viren oder Bakterien. Diese können nach Angaben der Krankenkasse AOK über verschiedene Übertragungswege zu einer Infektion führen, beispielsweise über eine Tröpfcheninfektion.

Laut der AOK dauern die Beschwerden selten länger als zwei Wochen, meist sind die Betroffenen nach wenigen Tagen auskuriert. Bei Senioren, Kindern oder Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann ein Magen-Darm-Infekt jedoch auch einen schweren Krankheitsverlauf zur Folge haben. Denn durch den Durchfall sei der Flüssigkeitsverlust enorm und müsse entsprechend ausgeglichen werden.

Wie ansteckend ist ein Magen-Darm-Infekt?

Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der Symptome kann laut der AOK wenige Stunden oder mehrere Tage dauern. Während der Inkubationszeit seien die betroffenen Personen hochansteckend, obwohl sie noch keine Krankheitssymptome zeigen. Deshalb erkranken fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens an einem Magen-Darm-Infekt - besonders häufig Kleinkinder.

Bananen, Cola oder Wärme: Was hilft bei einem Magen-Darm-Infekt?

Häufig braucht es keine Medikamente, um einen Magen-Darm-Infekt wieder in den Griff zu bekommen, so die Einschätzung der AOK. Zentral sei vor allem der Ausgleich der verloren gegangenen Flüssigkeit. Dafür eigne sich besonders leicht gesüßter Tee oder Brühe. Wichtig sei jedoch, die Getränke nur in kleinen Schlucken zu sich zu nehmen, um erneutes Erbrechen zu verhindern. Von Cola rät Ursula Marschall, Gesundheitsexpertin der Krankenkasse Barmer, jedoch ab. Denn Cola können den Elektrolytverlust nicht ausgleichen und der Zucker verstärke die Verdauungsprobleme zusätzlich. Laut der Apotheken-Umschau sollte auch auf Kaffee und Alkohol verzichtet werden.

Um den Magen nicht unnötig zu belasten, sollten laut der AOK fettarme und leicht verdauliche Lebensmittel gegessen werden. Dazu gehören beispielsweise Zwieback, gekochte Haferflocken, zerdrückte Bananen oder Salzgebäck - keinesfalls Schokolade. Von Durchfallmitteln raten die Gesundheitsexperten ebenfalls ab: Denn durch den Durchfall würden die Krankheitserreger ausgeschieden. Werde das unterbunden, könne die Krankheit deutlich länger andauern.

Um Bauchkrämpfe zu lindern, seien Wärmflaschen und Kirschkernkissen hilfreich.

Ibuprofen oder Iberogast: Was hilft bei Übelkeit?

Um Übelkeit zu bekämpfen, sollten die bereits genannten Tipps beherzigt werden. Laut der Apotheken-Umschau sollte auf die Einnahme von Ibuprofen verzichtet werden. Denn Ibuprofen ist ein Schmerz- und Entzündungshemmer und wirkt sich dementsprechend nicht positiv auf Magenprobleme aus. Im Gegenteil: Nebenwirkungen können Übelkeit oder Bauchschmerzen sein. Iberogast hingegen ist ein Medikament, das gezielt gegen Übelkeit eingesetzt werden kann - jedoch am besten nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker.

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