0
Bundesgesundheitsminister Spahn ist sich des Reformdrucks bewusst und erläutert seine nächsten Pläne. - © Oliver Krato
Bundesgesundheitsminister Spahn ist sich des Reformdrucks bewusst und erläutert seine nächsten Pläne. | © Oliver Krato

Gesundheit Zu viele Krankenhäuser in OWL? Gesundheitsminister Spahn im Interview

Carsten Heil
08.01.2019 | Stand 09.01.2019, 10:20 Uhr |
Talin Dilsizyan

Bielefeld. In der Diskussion, ob es regionale Überversorgungen mit Krankenhäusern gibt, distanziert sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von pauschalen Lösungen der Krankenkassen. Im Video-Interview mit dem stellvertretenden NW-Chefredakteur Carsten Heil beantwortet er weitere Fragen zu Reformen im Gesundheitssystem. "Wir haben tendenziell zu viele Krankenhäuser in Deutschland, das ist regional aber sehr unterschiedlich", stellt Jens Spahn fest. Eher sei es ein Problem, dass zu viele Kliniken zu nah beieinander in den Ballungsräumen, Großstädten lägen. Er befürwortet Schwerpunkte an den Krankenhäusern. So müsse nicht jedes etwa ein Darmzentrum haben. Versorgung mit Krankenhäusern in OWL In den Regionen, also auch in Ostwestfalen, solle es Absprachen zwischen den Krankenhäusern geben, welches jeweils für bestimmte Bereiche zuständig sei. "An bestimmten Stellen macht es eben auch Sinn, Standorte zusammenzulegen, um vorhandene Ressourcen - auch Pflegekräfte und Ärzte - besser zu nutzen", sagt Spahn. Zur Reform des Psychotherapeutengesetzes merkt Spahn an, dass zu oft Menschen, die dringend eine Behandlung brauchen, um auch einen schweren Verlauf zu verhindern, "zu schlecht einen Termin" bekommen. Im Interview führt er aus, warum aus seiner Sicht die bisherige Kritik an seinem Gesetzentwurf unverständlich ist und welche weiteren Schritte er plant.

realisiert durch evolver group