Der Anfang vom Paderborner Ende: Wiesbadens Stephan Andrist (Nr. 37) netzt zum 1:0 ein. SCP-Torhüter Leopold Zingerle ist machtlos. Sein Teamkollege Aykut Soyak kommt zu spät. - © Bongarts/Getty Images
Der Anfang vom Paderborner Ende: Wiesbadens Stephan Andrist (Nr. 37) netzt zum 1:0 ein. SCP-Torhüter Leopold Zingerle ist machtlos. Sein Teamkollege Aykut Soyak kommt zu spät. | © Bongarts/Getty Images

SC Paderborn Niederlage: Der SC Paderborn verliert in Wiesbaden 1:4

SCP verliert beim furios aufspielenden SV Wehen Wiesbaden mit 1:4

Frank Beineke

Wiesbaden/Paderborn. In der vergangenen Woche hatte Steffen Baumgart beim 0:2 gegen den Karlsruher SC sein erstes Liga-Heimspiel als Trainer des SC Paderborn verloren. Am Samstag gab es für den Erfolgscoach eine weitere bittere Premiere: Mit dem 1:4 (0:2) beim SV Wehen Wiesbaden setzte es zum ersten Mal in Baumgarts Amtszeit zwei Niederlagen in Folgen. Und einmal mehr lag das an einer gnadenlosen Effizienz des Gegners, der in einer sehenswerten Drittligapartie zudem mit mehr Aggressivität zu Werke ging. „Das 4:1 ist daher auch verdient, wenngleich es ein gutes Spiel von beiden Mannschaften war", resümierte Paderborns Trainer, für dessen Team gerade in der ersten Halbzeit eine Menge schief gelaufen war. Zunächst hatten die Gäste Pech, dass Schiedsrichter Eric Müller nach elf Minuten keinen Elfmeter für den SCP gab. Wiesbadens Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt hatte den Ball im Strafraum an den ausgestreckten Arm bekommen, doch die Pfeife blieb stumm. Noch weitaus bitterer für Paderborn war die 22. Minute: Marlon Ritter fasste sich nach einer Grätsche ans rechte Knie und signalisierte sofort, dass er raus muss. Der SCP-Offensivakteur humpelte nach Spielschluss an Krücken in den Bus. Eine Diagnose steht noch aus, doch der Leihgabe aus Düsseldorf droht eine lange Zwangspause. Ritter muss verletzt raus „Ich fürchte, dass wir Marlon zumindest in diesem Jahr nicht mehr auf dem Platz sehen werden", so Baumgart. Und es kam noch schlimmer für den Spitzenreiter aus Ostwestfalen: Nach einer SCP-Ecke starteten die Hausherren über den pfeilschnellen Agyemang Diawusie einen Konter, den Stephan Andrist zum 1:0 (27.) abschloss. Nur vier Minuten später köpfte der 1,96 Meter große SVWW-Kapitän Steven Ruprecht zum 2:0 ein. Paderborn hingegen biss sich an der besten Abwehr der Liga die Zähne aus. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, fanden aber kein Mittel, um die weitaus zielstrebigeren Gastgeber ernsthaft in Gefahr zu bringen. Und als Wiesbadens Torjäger Manuel Schäffler in Minute 57 zum 3:0 vollstreckte, war das mehr als die Vorentscheidung. Ruprecht verwandelte anschließend einen Foulelfmeter, den Felix Herzenbruch an Diawusie verursacht hatte, zum 4:0 (71.). Paderborn blieben nur noch der Ehrentreffer durch Christian Strohdiek (79.) und die bittere Erkenntnis, dass der Vorsprung auf die Verfolger stark geschmolzen ist. So liegt Wehen-Wiesbaden als Tabellendritter nun nur noch vier Zähler hinter dem SCP. Alle Informationen zum Spiel gegen Wehen Wiesbaden finden Sie im Liveticker:

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