Fingerzeig: Salzkottens Trainer Stefan Schettke ist mit dem Saisonverlauf durchaus zufrieden. - © Jochem Schulze
Fingerzeig: Salzkottens Trainer Stefan Schettke ist mit dem Saisonverlauf durchaus zufrieden. | © Jochem Schulze

Salzkotten Salzkotten macht sein Ding

Basketball: Der Erstregionalligist plant die neue Saison ohne einen US-Amerikaner. Trainer Stefan Schettke will die Youngster weiter einbinden

Jochem Schulze

Salzkotten. Die Accent Baskets Salzkotten sind aus der 1. Basketball-Regionalliga nicht mehr wegzudenken. Seit dem Jahr 2000 spielen die Korbjäger des TVS ohne Unterbrechung in der höchsten Spielklasse des Westdeutschen Basketball-Verbandes. Und natürlich sind die Hederstädter auch in der Serie 2017/18 mit von der Partie. Denn die Sälzer haben die vergangene Serie auf dem feinen siebten Tabellenplatz, mit einem ausgeglichenen Punktekonto und klar vor den OWL-Rivalen BBG Herford und TSVE Bielefeld abgeschlossen. "Ich bin zufrieden", sagt Salzkottens Trainer Stefan Schettke, der im Sommer 2016 das Amt von Artur Gacaev übernommen hatte. In der ersten Saison ohne das Salzkottener Urgestein Daniel Lieneke gerieten die Accent Baskets nie in Abstiegsgefahr und verpassten eine bessere Platzierung nur deshalb, weil vom 20. bis zum 24. Spieltag kein Sieg gelang. "Die fünf Partien waren allesamt knapp. Da hat auch ein wenig das Glück gefehlt", erklärt Manager Raimund Heggemann, der mit Schettkes Arbeit sehr zufrieden ist und den Vertrag mit dem gebürtigen Salzkottener verlängert hat (die NW berichtete). In der neuen Serie wird Schettke erneut auf die Integration der eigenen Nachwuchsspieler achten. Zuletzt hatte besonders Center Julius Veenhof, der ursprünglich nur für die Landesligamannschaft vorgesehen war, einen großen Schritt nach vorn gemacht und sich zu einem kompetenten Erstregionalliga-Akteur entwickelt. Auch die Eigengewächse Patrick Suerland, Florian Tusek und Maximilian Klocke (als jüngster Spieler der Liga) erhielten immer wieder Einsatzminuten. Andere Schettke-Schützlinge setzten ligaweit Akzente. So war Felix Wenningkamp mit einem Schnitt von 16,2 Punkten der beste deutsche Scorer der Liga. Matthias Finke ist ihm mit 14,3 Punkten auf den Fersen. Thomas Stukenberg sammelte im Schnitt 8,2 Rebounds ein und ist in dieser Kategorie der beste einheimische Akteur. Der 22 Jahre alte US-Amerikaner Bryce Leavitt, den die Salzkottener als einzigen Importspieler beschäftigten, kam in seiner ersten Profisaison auf 20,9 Punkte, 8 Rebounds und 4,6 Assists und wird im Sommer sicher Angebote bekommen. Darunter wird aber keines aus Salzkotten sein. "Wir planen zunächst ohne einen US-Amerikaner", verrät Heggemann, der mit Schettke den deutschen Weg weitergehen wird. "Wir wollen der Liga zeigen, dass es auch anders geht", sagt Schettke den Ligakonkurrenten, die in der Serie 2016/17 auch gern mal mehr als ein halbes Dutzend Importspieler unter Vertrag hatten. Das Gesicht der Liga wird sich zur neuen Saison verändern. Recklinghausen ist aus der ProB abgestiegen. Rhöndorf kämpft noch um den Klassenerhalt. Aus den 2. Regionalligen steigen der Deutzer TV und die Westfalen Mustangs auf. Damit sind wieder drei OWL-Klubs in der Liga. Und Salzkotten hat ein Saisonziel.

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