Unterstützung: FSV-Coach Christian Franz-Pohlmann hat mit Robert Augustin (r.) jetzt einen zweiten Co-Trainer. - © Henrik Martinschledde
Unterstützung: FSV-Coach Christian Franz-Pohlmann hat mit Robert Augustin (r.) jetzt einen zweiten Co-Trainer. | © Henrik Martinschledde

Rheda-Wiedenbrück Großer Optimismus beim Start in die neue Saison

Fussball: Zweitligist FSV Gütersloh präsentiert beim Trainingsauftakt mit Geldona Morina und Isabelle Wolf noch zwei Bundesligaspielerinnen

Henrik Martinschledde

Rheda-Wiedenbrück. Bei Blitz und Donner ist der FSV Gütersloh gestern in der Rhedaer Tönnies-Arena in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Ob das heftige Gewitter ein Omen war und die Spielerinnen wie eine Naturgewalt durch die 2. Frauenfußball-Bundesliga wirbeln werden, wird sich ab dem 1. Spieltag am 30. August zeigen. Bei allem himmlischen Getöse setzte der FSV auch einen eigenen Paukenschlag, als er die Verpflichtung der Erstliga-spielerinnen Geldona Morina (MSV Duisburg) und Isabelle Wolf (SG Essen) als Neuzugänge sechs und sieben bekannt gab. Während Wolf gleich schwitzen musste, hatte Morina Pech: Ihr Zug blieb wegen des Gewitters in Hamm stehen, so dass sie erst nach dem Training ankam. Eingefädelt hat die Transfers Christian Franz-Pohlmann. Der neue Coach verfügt als langjähriger Trainer der FSV-Juniorinnen über gute Kontakte im Frauenfußball. Die 20 Jahre alte Wolf konnte er gewinnen, weil die angehende Polizistin aus Dortmund den höheren Trainingsaufwand in der 1. Liga nicht mehr mit ihrer Ausbildung vereinbaren kann. "Ich musste kürzer treten. Beim FSV kann ich trotzdem auf hohem Niveau Fußball spielen und das in einer Mannschaft, die etwas erreichen will", sagte sie. Die gebürtige Kosova-Albanerin Morina (21), die der Nationalmannschaft des Balkanstaates angehört, hatte sich selbst angeboten, weil sie eine neue Herausforderung sucht. In Duisburg kam die Studentin in der letzten Saison auf zwölf Einsätze. "Sie hat keine finanziellen Forderungen gestellt und gesagt, wir schauen erst mal ein Jahr wie es läuft und gucken dann weiter." FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter ist die erfahrene Verstärkung deshalb mehr als willkommen. "Wir haben zwar immer noch eine sehr junge Mannschaft, aber die hat durch die Zugänge an Erfahrung gewonnen", stellt Franz-Pohlmann fest. Er will jetzt den Konkurrenzkampf im Kader für die Weiterentwicklung nutzen. Neben den sieben externen Neuen bekommen im 28er-Kader auch eigene Talente aus der B-Jugend und dem Westfalenligateam eine Chance. Das Ziel des neuen Trainers ist dabei ambitioniert: "Besser als in der letzten Saison sein." Die schloss der FSV, der lange im Aufstiegsrennen dabei war, als Vierter ab. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Franz-Pohlmann auch das Organisationsteam breiter aufgestellt. Mit dem B-Lizenz-Inhaber und Sportstudenten Robert Augustin (23) holte er einen zweiten Co-Trainer neben Britta Hainke ins Boot. Zudem gibt es mit Thomas Lange nun auch einen Teammanager.

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