Abschlussstark: Konstantin Kerschbaumer schießt am Auer und Ex-Arminen Philipp Riese vorbei aufs Tor. Foto: Christian Weische - © Christian Weische
Abschlussstark: Konstantin Kerschbaumer schießt am Auer und Ex-Arminen Philipp Riese vorbei aufs Tor. Foto: Christian Weische | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Kerschbaumer gibt grünes Licht für den Einsatz gegen Aue

Mit dem Österreicher und Kapitän Julian Börner kehren zwei Stammkräfte in die Startelf zurück

Peter Burkamp

Bielefeld. Rein rechnerisch gibt es selbst im Fall eines Sieges über Erzgebirge Aue noch nicht die absolute Sicherheit über den Klassenerhalt. Doch Arminias Trainer Jeff Saibene ist davon überzeugt, dass der DSC aller Abstiegssorgen ledig wäre, wenn am Samstag, Anstoß 13 Uhr (Liveticker auf nw.de), in der Schüco-Arena ein Dreier gegen die Sachsen gelänge. Der ist natürlich das erklärte (Nah-)Ziel des Bielefelder Zweitligisten. „Wir haben noch fünf Spiele gegen Gegner, die wir schlagen können und wollen noch so viele Punkte wie möglich holen", sagt Saibene. Die Zähler 41 bis 43 werden die Arminen allerdings nicht im Vorbeigehen auf dem Konto verbuchen. Aue kommt mit der Empfehlung von acht Spielen in Folge ohne Niederlage. Dank dieser Serie hat sich der FC aus der Abstiegszone bis auf Platz acht hocharbeiten können. Das nötigt Saibene Respekt ab. „Ich habe sie beim 2:1 gegen St. Pauli gesehen, auch in Regensburg haben sie gewonnen. In Aue herrscht ein großer Teamgeist. Das ist eine Mannschaft, die probiert zu spielen." Kerschbaumers Startelfeinsatz ist sicher Auch die Gastgeber versuchen am Samstag spielerisch einiges zu bieten. Dabei kommt dem DSC entgegen, dass Konstantin Kerschbaumer nach abgesessener Gelb-Sperre wieder einsatzberechtigt ist. Und auch wieder fit. Der torgefährliche Mittelfeldspieler laborierte lange an einer schmerzhaften Knieprellung, die er im Spiel gegen Kiel erlitten hatte. Erst am Mittwoch gab Kerschbaumer grünes Licht für einen Einsatz am Samstag. Saibene ließ keinen Zweifel, dass Kerschbaumer einen Startelfeinsatz sicher hat. Genau wie Julian Börner. Der Kapitän wird wieder in die Innenverteidigung rücken. Einerseits nimmt Saibene die beiden gern wieder auf, es fällt ihm andererseits aber auch schwer, zwei Profis aus dem Team, das in Ingolstadt 2:2 spielte, wieder herauszunehmen. „Ich finde, dass Salger und Weigelt ihre Sache in Ingolstadt gut gemacht haben. Dass wir mit den vielen jungen Spielern so aufgetreten sind, gibt der Mannschaft Selbstvertrauen", meinte Saibene. Sturmduo Voglsammer und Klos Welcher Innenverteidiger für Börner auf die Bank weichen muss, ließ Saibene offen. Allein schon wegen der Perspektive im Klub besitzt Weigelt die besseren Karten. „Er hat sehr vernünftig gespielt", meinte Stefan Ortega. Der DSC-Keeper hat kein Problem damit, „wenn Henri aufläuft. Schon als er gegen Kiel reinkam, hat er ganz unaufgeregt agiert. Gerade für die Jüngeren ist die Spielpraxis am Wichtigsten." Vorn vertraut Arminias Chefcoach nach den guten Eindrücken von Ingolstadt erneut auf das Sturmduo Andreas Voglsammer und Fabian Klos. Allein über die Besetzung der rechten offensiven Position im 4:4:2-System hat Saibene nach eigener Aussage noch nicht entschieden. „Wir haben da einige Optionen. Patrick Weihrauch, Christoph Hemlein, aber auch Kerschbaumer stellen Möglichkeiten dar." Kerschbaumer hatte zwar vor dem Kiel-Spiel überwiegend auf der linken Seite für Wirbel gesorgt, scheint jedoch auch rechts eine ernsthafte Alternative zu sein. Auf diese Weise könnte auch Keanu Staude auf der linken Außenbahn bleiben.

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