Strahlende Gesichter: Florian Dick, Roberto Massimo, Fabian Klos, Florian Hartherz und Andreas Voglsammer (v. l.) jubeln nach dem 1:1. - © Christian Weische
Strahlende Gesichter: Florian Dick, Roberto Massimo, Fabian Klos, Florian Hartherz und Andreas Voglsammer (v. l.) jubeln nach dem 1:1. | © Christian Weische

40 Punkte geben Arminia Bielefeld eine gewisse Ruhe

Die Bielefelder kämpfen sich nach zwei Rückständen zurück und holen ein 2:2 beim FC Ingolstadt. Klos erzielt seinen 110. Treffer für den DSC. Es fehlt noch ein Tor zur Egalisierung der Kuster-Marke

Jörg Fritz

Ingolstadt. „Das war ein megawichtiger Punkt", meinte ein sichtlich zufriedener Fabian Klos nach dem 2:2 (0:0) beim FC Ingolstadt. Mit jetzt 40 Punkten und sechs Zählern Vorsprung auf Relegationsrang 16, den der 1. FC Heidenheim einnimmt, sind die Arminen als Tabellensechster auf dem besten Weg, den Klassenerhalt in der verrücktesten Zweitligasaison aller Zeiten vorzeitig zu schaffen. Arminias Trainer Jeff Saibene: „Die 40 Punkte geben uns eine gewisse Ruhe. Den ein oder anderen Zähler müssen wir aber noch holen." Bei der Besetzung der Startelf sorgte Saibene für eine kleine Überraschung. Erstmals erhielt der 17 Jahre alte Roberto Massimo die Chance, von Beginn an sein Können auf der rechten Außenbahn unter Beweis zu stellen. Ebenfalls neu ins Team rückten Stephan Salger, Henri Weigelt und Fabian Klos, die für Konstantin Kerschbaumer (gesperrt), Julian Börner (gesperrt) und Brian Behrendt (verletzt) aufliefen. Roberto Massimo, ohnehin schon jüngster je eingesetzter Arminia-Spieler, teilt sich jetzt auch den Startelf-Rekord: Genau wie Dirk Konerding 1986 ist Roberto bei seinem Startelfdebüt heute 17 Jahre, fünf Monate und 27 Tage alt. "Er hat eine gute Leistung gezeigt" Der Youngster erhielt ein großes Lob seines Trainers. „Für das erste Spiel hat er eine gute Leistung gezeigt." 59 Minuten lang verbrachte im Audi-Sporpark das neue Innenverteidiger-Gespann Salger und Weigelt einen ruhigen Nachmittag. Beide Arminen profitierten zunächst von der Harmlosigkeit der Ingolstädter Offensivabteilung, die einen schwachen Eindruck hinterließ. Dann folgten aber zwei Abstimmungsfehler wischen Salger und Weigelt innerhalb von drei Minuten. Der kurz zuvor eingewechselte Stefan Kutschke köpfte in der 59. Minute nach Vorarbeit von Sonny Kittel zum zwischenzeitlichen 1:0 ein. Zwei Minuten später folgte die Bielefelder Antwort durch Fabian Klos, der eine Flanke von Andreas Voglsammer zum 1:1 per Kopf verwertete. Nur noch ein Treffer bis zum Rekord Es war übrigens der 110. Treffer des Bielefelder Stürmers, dem zur Einstellung des Vereinsrekordes von Ernst Kuster nur noch ein Treffer fehlt. Nicht einmal 60 Sekunden später folgte erneut eine eiskalte Dusche für die Bielefelder. Die Gastgeber durften sich über die 2:1-Führung durch Robert Leipertz freuen. Dass die Arminen letztlich einen verdienten Punkt mit nach Ostwestfalen nehmen durften, lag am vor allem an der kämpferischen Einstellung der gesamten Mannschaft. „Ich ziehe den Hut vor der Moral des gesamten Teams", sagte Mittelfeldspieler Tom Schütz. „Wir sind erneut zurückgekommen und haben uns durch das zweite Tor belohnt." Nach einem langen Ball von Fabian Klos köpfte Ingolstadts Marcel Gaus, bedrängt von Voglsammer, den Ball ins eigene Tor (77.). Rundum mit sich zufrieden war auch Fabian Klos, der seine Durststrecke von zwölf Spielen ohne Tor endlich beendete. „Ich habe mir im Training diesen Treffer erarbeitet", meinte der Routinier, der erstmals seit vier Spielen wieder in der Startmannschaft stand und als Kapitän für Julian Börner seine Mitspieler auf das Feld führte. „Beim nächsten Heimspiel folgt Treffer 111", meinte Klos vielsagend.

realisiert durch evolver group