Das Bündnis Ostwestfalen hat sich noch einmal offiziell zur Arminia-Rettung geäußert. - © Wolfgang Rudolf
Das Bündnis Ostwestfalen hat sich noch einmal offiziell zur Arminia-Rettung geäußert. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Bündnis Ostwestfalen: "Nicht interessiert, ins Tagesgeschäft einzugreifen"

Arminia soll Mehrheitsanteile in der KgaA behalten / Bündnis entsendet einen Aufsichtsrat

Bielefeld. Dass seit Wochen Gespräche zwischen Arminia Bielefeld und verschiedenen Unternehmen aus der Region mit dem Ziel geführt werden, eine "Komplett-Sanierung" des finanziell angeschlagenen Vereins zu erreichen, ist bereits länger bekannt. Mitte Januar gab der Verein dann konkret Auskunft über das „Bündnis Ostwestfalen" und seine Beteiligten. Nun hat das "Bündnis Ostwestfalen" - bestehend aus den Unternehmen Böllhoff Gruppe, DMG MORI AG, Dr. August Oetker KG, Gauselmann AG, Goldbeck GmbH, JAB JOSEF ANSTOETZ KG, Krombacher Brauerei GmbH & Co. KG, Lagardère Sports Germany GmbH, MöllerGroup, Schüco International KG sowie der Stockmeier Holding GmbH - noch einmal offiziell erklärt, warum es sich an der Rettung des Vereins beteiligt und welche Ziele es dabei verfolgt. Aufnahme der Gespräche im vergangenen Herbst "Wir (...) haben es uns (...) zur Aufgabe gemacht, den größten und bedeutendsten Sportclub unserer Region nachhaltig zu stärken", heißt es in der Erklärung. "Als Arminia Bielefeld im vergangenen Herbst das Gespräch mit unseren Unternehmen aufgenommen hat, stand der Club am Scheideweg." Die schwierige, zuletzt bedrohliche Situation des Clubs sei den Unternehmen von der Vereinsführung mit beeindruckender Transparenz geschildert worden. Innerhalb weniger Gespräche habe "notwendiges Vertrauen zueinander" aufgebaut werden können. "Als 'Bündnis Ostwestfalen' sind wir daran interessiert, den 'Sportclub der Ostwestfalen' als eben dieses sportliche Aushängeschild unserer Region zu stärken. Ostwestfalen-Lippe braucht einen stabilen Fußballclub in Deutschlands Profiligen", erklären die Beteiligten. Bündnis will nicht in das operative Tagesgeschäft eingreifen Arminia Bielefeld sei ein bedeutender Bestandteil der Region und nehme über den Sport hinaus eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben in Ostwestfalen-Lippe ein. "Wir stellen Arminia neue finanzielle Mittel zur Verfügung, die sich in einer Kapitalerhöhung oder den Abschluss neuer Sponsoringverträge unterteilen lassen. Es ist nicht vorgesehen, dass Arminia in diesem Zusammenhang neue Darlehensverpflichtungen eingeht. Als künftiger Anteilseigner der KGaA möchte das Bündnis einen weiteren Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden, ist jedoch nicht daran interessiert, in das operative Tagesgeschäft des Clubs einzugreifen", heißt es. Das bedeutet insbesondere auch, dass Arminia weiterhin die Mehrheit der Stimmrechte in der KGaA behalte. Bündnis will weitere Unternehmen ins Boot holen Mathias Gerner, Leiter der Hauptabteilung Finanzen und Steuern der Dr. August Oetker KG, sagt: „Die Geschäftspartner und Sponsoren von Arminia, die finanzierenden Banken und Sparkassen, die Stadt Bielefeld, das Land NRW und die privaten Gläubiger, insbesondere das Haus Gerry Weber, haben mit ihren jeweiligen Sanierungsbeiträgen die Voraussetzung für das ‚Bündnis Ostwestfalen‘ geschaffen." Gemeinsam mit der Vereinsführung des DSC wolle man nun weitere, starke Unternehmen für das Bündnis begeistern, heißt es abschließend.

realisiert durch evolver group