Arminia Bielefeld unterlag in Darmstadt 4:3. - © Wolfgang Rudolf
Arminia Bielefeld unterlag in Darmstadt 4:3. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Bei Arminia steht die Defensive auf dem Prüfstand

Nach der "bitteren" Niederlage am Sonntag

Peter Burkamp

Bielefeld. Die Serie war Jeff Saibene nicht so wichtig. Dass er auch mal auswärts verlieren würde, „musste ja mal kommen, aber das haut mich nicht um", sagte Arminias Trainer nach der 3:4-Pleite in Darmstadt. Bei Niederlagen komme es immer „auf die Art und Weise" an, wie sie zustande kommen. Die vom Sonntag war in erster Linie „bitter, weil wir uns ganz gut verkauft haben", meinte Saibene mit Blick auf die kompletten 90 Minuten. Die von ihm selbst geforderte und von Fabian Klos avisierte Reaktion hat die Mannschaft geliefert. In der ersten Halbzeit boten die Gäste eine starke Leistung. „Daran müssen wir in Dresden anknüpfen", sagte Konstantin Kerschbaumer. Der Mittelfeldspieler war bemüht, dem Spiel etwas Positives abzugewinnen, vermochte aber auch nicht zu erklären, „warum wir in der zweiten Pause keinen Zugriff mehr hatten". Dass drei Stürmertore auswärts nicht zu einem Erfolg reichten, lag daran, dass die Arminen nach der Pause zu viele Zweikämpfe verloren. Gegentore im Mittelpunkt der Analyse „Wir hätten kompakter und besser verteidigen müssen", meinte Andreas Voglsammer, der die Arminen mit einem sehenswerten Volleyschuss in Führung gebracht hatte. Ebenso kühl setzte Fabian Klos einen Kopfball zum 2:1 ins Netz. In puncto Chancenverwertung sind die Arminen nach dem sechsten Spieltag sogar Ligaspitze. 40 Prozent ihrer Möglichkeiten – der Kicker legte 25 Chancen zugrunde – verwandelten sie in Tore. Zulegen können die Arminen noch beim Kreieren von Chancen. Im Mittelpunkt der Nachbetrachtung und Analyse des Spiels in Darmstadt stand jedoch weniger die Offensivleistung, sondern vielmehr, wie die vier Gegentore entstanden sind. Das 1:2 sei der erste Gegentreffer nach einer Standardsituation gewesen, „und da haben die Darmstädter zweifellos ihre Stärken", merkte Samir Arabi an. Die übrigen Tore in Darmstadt und auch die vier gegen Duisburg stehen nach Ansicht des Sport-Geschäftsführers „alle unter dem Thema, dass wir konsequenter gegen den Ball agieren. Da müssen wir noch konzentrierter und noch gieriger sein, den Zweikampf gewinnen zu wollen." Das gelte es, am Mittwoch in Dresden, Anstoß 18.30 Uhr (Liveticker auf nw.de), umzusetzen. „Am Sonntag haben wir in der ersten Halbzeit vieles gut gemacht. das gilt es beizubehalten. Darüber hinaus müssen wir sehen, dass wir die Null hinten halten", fordert Samir Arabi. Jeder defensive Zweikampf könne darüber entscheiden, ob man punktet. „Die offensive Qualität, ein Spiel zu entscheiden, haben wir auf jeden Fall", lobte Arabi.

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