Wunsch: Ein eigenes Kennzeichen für Reisemobile. Foto: Ford - © Ford-Werke Gmbh
Wunsch: Ein eigenes Kennzeichen für Reisemobile. Foto: Ford | © Ford-Werke Gmbh

Velbert Eigenes Kennzeichen soll Wertverlust bei Wohnmobilen mindern

Positionspapier erarbeitet: Das gewünschte Nummernschild soll den Rechten und Pflichten der Zulassung von Oldtimern entsprechen

Dirk-Ulrich Brüggemann

Velbert. Für ein spezielles Kraftfahrzeugkennzeichen macht sich das Deutsche Caravan Institut (DCI) stark. Das Kompetenzzentrum für Camping, Caravaning und mobile Freizeit mit Sitz in Velbert möchte sich zusammen mit den Organisationsteam des Wohnmobil-Convois stark machen für ein eigenes Kennzeichen für Reisemobile. Dazu haben die Initiatoren um Dieter Goldschmitt, früherer Inhaber des gleichnamigen Herstellers von Fahrwerkstechnik für Reisemobile und Transporter in Waldürn, ein Positionspapier an den Bundestagsabgeordneten Alois Gerig (CSU) übergeben. Nachdem sich das Wechselkennzeichen für Reisemobile bisher nicht durchsetzen konnte, fordern die Initiatoren jetzt ein neues Kennzeichen im Zulassungsrecht. Das „C-Kennzeichen" soll für Wohnmobile und Kastenwagen, Bus und Lkw mit serienmäßigen Aufbau als Camper mit Dieselabgasnorm Euro 4, 5 und 6 gelten. Die Merkmale, Rechte und Pflichten sollen dem des „H-Kennzeichens" für Oldtimer entsprechen. Die Initiative hofft, mit diesem neuen Kennzeichen den Wertverlusten von Reisemobilen durch die Diskussion um die Schadstoffemissionen durch Dieselmotoren entgegenwirken zu können. "Langlebiges Wirtschaftsgut" „Wer sich vor zehn Jahren seinen Lebensabend in einem luxuriösen Euro-4-Mobil mit der damals besten Schadstoffklasse versüßen wollte, der steht heute vor einem finanziellen Scherbenhaufen, bei dem jeder Händler die Nase rümpft. Als Lösung bleibt dem Eigner nur, auf das H-Kennzeichen zu warten, denn nach 30 Jahren ist der Schadstoff-Ausstoß kurioserweise egal", sagt Dieter Goldschmitt zur gewünschten Einführung des C-Kennzeichens für privat genutzte Freizeitfahrzeuge. Die Initiatoren für das neue Kennzeichen sehen das Reisemobil als ein langlebiges Wirtschaftsgut, das ein Durchschnittsalter von 13,6 Jahren erreicht. Damit falle das Reisemobil aus dem gängigen Fahrzeug-Bewertungsschema heraus. Von ihren Besitzern werden diese Fahrzeuge in der Regel genauso wie Oldtimer sehr gepflegt. Dazu kommt die relativ geringe Fahrleistung, die laut Herstellerverband zwischen 6.000 und 8.000 Kilometern pro Jahr liegt.??¦ Meinungsbörse

realisiert durch evolver group