Alno heißt jetzt "Neue Alno". - © picture alliance / Felix Kästle/dpa
Alno heißt jetzt "Neue Alno". | © picture alliance / Felix Kästle/dpa

Wirtschaft Ehemaliger Vorstand leitet „Neue Alno“

Neue Verträge: Die Beschäftigten erhalten weniger Lohn

Andrea Frühauf

Pfullendorf/Coswig. Der bisherige Alno-Vorstand Andreas Sandman wird die „Neue Alno GmbH" als Sprecher der Geschäftsführung leiten. Er hatte bei dem börsennotierten insolventen Küchenhersteller Alno AG als „Chief Sales Officer" den Vertrieb verantwortet. Die Alno AG bleibt bestehen und behält die Altlasten. Sie wird nicht von der Börse genommen, aber abgewickelt. Der Finanzinvestor Riverrock, der wie berichtet 20 Millionen Euro zahlt und der Alno AG einen Großteil der Vermögensgegenstände abkauft, will auch die verbliebenen 410 Mitarbeiter übernehmen und die Produktion in Pfullendorf im kommenden Jahr möglichst schnell aufnehmen, wie es aus unternehmensnahen Kreisen heißt. Allen Beschäftigten werden derzeit neue Verträge angeboten. Das neue Unternehmen ist nicht in der Tarifbindung. Die Beschäftigten sollen künftig 40 statt bisher 35 Wochenstunden arbeiten und zudem 15 Prozent weniger Lohn erhalten. Die „Neue Alno GmbH" solle wieder „zurück zu den Ursprüngen einer Großschreinerei, die qualitativ hochwertige Küchen produziert", zitierte der Südkurier Sandman. Der Investor wolle einen zweistelligen Millionenbetrag in die Technik investieren. Die Betriebsfläche wird demnach deutlich verkleinert. Ein Teil soll verkauft oder vermietet werden. Die insolvente Alno-Tochter Pino, die die Investorengruppe Spinarella Küchen GmbH & Co. KG (Gütersloh) unter Beteiligung von Nobilia gekauft hat, schlachte die insolvente Alno-Tochter Wellmann (Enger) nicht aus, sondern übernehme nur wenige Teile. „Es handelt sich um große neue Maschinen", sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Gebrauchtmaschinen-Händlers und -Begutachters Surplex, der die Maschinen an Pino weiterreichen soll. „Wir haben dem Insolvenzverwalter das beste Angebot gemacht und die Maschinen komplett gekauft." Der Gesamtbetrag liege bei einigen Millionen Euro.

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