Kleines Team: Founders-Foundation-Geschäftsführer Sebastian Borek (v.r.) mit Jörg Dräger vom Vorstand der Bertelsmann-Stiftung sowie Jana Hortebusch und Dominik Gross.  - © Jan Voth
Kleines Team: Founders-Foundation-Geschäftsführer Sebastian Borek (v.r.) mit Jörg Dräger vom Vorstand der Bertelsmann-Stiftung sowie Jana Hortebusch und Dominik Gross.  | © Jan Voth

Gütersloh Bertelsmann gibt Millionen 
für Firmengründer in OWL

Die neue Founders Foundation will die nächste Unternehmergeneration ausbilden. In der Region sind fünf Standorte geplant

Martin Krause

Gütersloh. Die Bertelsmann-Stiftung will die Gründung von Unternehmen in OWL fördern und so die wirtschaftliche Attraktivität der Region stärken. Dafür haben die Gütersloher die Founders Foundation aus der Taufe gehoben, eine gemeinnützige GmbH, die für 5 Jahre mit 17 Millionen Euro ausgestattet wird: „Wir setzen uns für die Ausbildung der Unternehmer von morgen ein", sagt Stiftungsvorstand Jörg Dräger. Potenzielle Firmengründer sollen ermutigt, fortgebildet und gecoacht werden. Dräger und Sebastian Borek, der Geschäftsführer der neuen Founders Foundation, verfolgen dabei ein „Flächenkonzept" für OWL. Die Founders Foundation will bis 2017 mit Unterstützung regionaler Partner Standorte in Bielefeld, Paderborn, Gütersloh, Lemgo und Herford aufbauen, um dort flexible Arbeitsplätze einzurichten. Den jungen Unternehmern sollen Räumlichkeiten und IT-Infrastruktur zur gemeinsamen Nutzung angeboten werden – und das zu niedrigen Mieten: „Wir wollen damit kein Geld verdienen, sondern Menschen ermutigen, ihre Ideen umzusetzen", betont Borek. Die erste Präsenz öffnet im April auf 300 Quadratmetern in der Bielefelder Innenstadt. "In OWL schlummern viele Ideen" Dräger sieht die Ausbildung von Unternehmern als gemeinnützige Aufgabe an, auch, um Innovationen zu fördern und den Austausch mit der Wissenschaft voranzutreiben. OWL habe zwar einen sehr erfolgreichen Mittelstand, Gründungen gebe es aber mehr in großen Städten wie Berlin oder Hamburg. Zudem werde in Deutschland generell weniger gegründet als in anderen Ländern Europas. Umso wichtiger sei es für Flächenregionen wie OWL, interessierte Jungunternehmer hierher zu holen und zu halten: „Hier schlummern viele Ideen für Firmen und Innovationen, wir müssen das Potenzial nur heben", fordert Borek. Am Anfang steht die „Inspiration": Mit Vorträgen und Events sollen kreative junge Leute gezielt angesprochen und über Chancen informiert werden. In der zweiten Phase steht unternehmerisches Training in Workshops und Seminaren im Vordergrund. Wer sich tatsächlich selbstständig macht, soll in der dritten Phase begleitet und gecoacht werden, damit die Firma wächst. Lesen Sie in unserem Zeitstrahl die Entwicklung des Unternehmens Bertelsmann von Beginn an. Klicken Sie dafür auf den Pfeil nach rechts oder nutzen Sie die Zoomfunktion auf der linken Seite:

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