Die Angeklagten: Wilfried W. (li.) und Angelika W. (re., mit Aktenordner vor dem Gesicht) am 16. November im Landgericht in Paderborn. - © dpa
Die Angeklagten: Wilfried W. (li.) und Angelika W. (re., mit Aktenordner vor dem Gesicht) am 16. November im Landgericht in Paderborn. | © dpa

Höxter/Paderborn Folter-Fall von Höxter-Bosseborn (7): Angelika W. wollte dienen und gehorchen

Jegliches Tun und Handeln der wegen Doppelmordes Angeklagten war von großem Pflichtbewusstsein geprägt / Gewalt trat erst mit Wilfried W. in ihr Leben

Höxter. Zuverlässig, verantwortungsbewusst, belastbar und umgänglich, diese Eigenschaften sollen Angelika W. bis zum Kennenlernen von Wilfried W. ausgezeichnet haben. Die 46-Jährige, wegen Doppelmordes und mehrfacher Körperverletzung angeklagt, wächst in sehr einfachen und anspruchslosen bäuerlichen Verhältnissen auf. Gewalt erlebt sie nicht in ihrem Elternhaus, das Leben ist auf Arbeit und Pflichterfüllung ausgerichtet. In der Schule und im Beruf gibt es keine Probleme. Das ändert sich schlagartig, als Wilfried W. in ihr Leben tritt. Über eine Kontaktanzeige lernen sich die beiden im Januar 1999 kennen. Die Bekanntschaft ist nur wenige Tage alt, da wird sie bereits von ihrem neuen Freund gedemütigt, beleidigt, geschlagen und misshandelt. Doch Angelika W. erträgt die Torturen. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie einen Mann gefunden, der ihr zuhört, den sie nicht verlieren möchte...

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