Ursula Haverbeck erschien im vergangenen Jahr auch beim sogenannten Auschwitz-Prozess in Detmold. Ihrer Meinung nach hat es den Holocaust nie gegeben. - © Torben Gocke (Archiv)
Ursula Haverbeck erschien im vergangenen Jahr auch beim sogenannten Auschwitz-Prozess in Detmold. Ihrer Meinung nach hat es den Holocaust nie gegeben. | © Torben Gocke (Archiv)

Vlotho/Detmold Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck erneut vor Gericht

Prozesstermin am 8. Juni vor dem Landgericht Detmold

Carolin Nieder-Entgelmeier

Detmold. Die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck aus Vlotho steht am 8. Juni erneut vor Gericht. Die 88-Jährige muss sich vor dem Landgericht Detmold verantworten, weil sie gegen zwei Urteile des Amtsgerichts Detmold Berufung eingelegt hat. Nach Angaben eines Sprechers möchte die Staatsanwaltschaft die Berufungsverhandlung nutzen, um beide Fälle zu behandeln. Zum einen wurde Haverbeck vor dem Amtsgericht Detmold zu acht Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie dem Detmolder Bürgermeister Rainer Heller einen Brief geschrieben hat, in dem die 88-Jährige die systematische Ermordung von Juden im Vernichtungslager Auschwitz leugnet. Zu weiteren zehn Monaten Haft wurde Haverbeck verurteilt, weil sie während eines Prozesses Schriften verteilt hat, in dem sie den Holocaust leugnet. Da das schriftliche Urteil des Amtsgerichts dem Landgericht noch nicht vorliegt, besteht nach Angaben des Gerichtssprechers die Möglichkeit, dass der Termin am 8. Juni verschoben werden muss.

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