Regierungspräsidentin: Marianne Thomann-Stahl. - © Picasa
Regierungspräsidentin: Marianne Thomann-Stahl. | © Picasa

OWL Forderung: Westfalen will mehr als „Restfalen“ sein

Regionalräte Detmold, Münster und Arnsberg kommen am 11. März zusammen / 11-Punkte-Katalog mit Forderungen ans Land

Lothar Schmalen
Westfalen-Gipfel: (von unten im Uhrzeigersinn) Hermann-Josef Droege, Diana Ewert, Reinhard Klenke, Engelbert Rauen, Reinold Stücke und Marianne Thomann-Stahl. - © Thomas Löhrig
Westfalen-Gipfel: (von unten im Uhrzeigersinn) Hermann-Josef Droege, Diana Ewert, Reinhard Klenke, Engelbert Rauen, Reinold Stücke und Marianne Thomann-Stahl. | © Thomas Löhrig

Bielefeld/Münster. Es ist das erste Treffen seiner Art überhaupt: Spitzenvertreter aus den drei westfälischen Regierungsbezirken Detmold, Münster und Arnsberg kommen nächste Woche Freitag im Landeshaus in Münster zusammen, um die Stimme möglichst laut gegen eine Benachteiligung von Westfalen und Lippe durch die Landesregierung gegenüber der Rhein- und Ruhrschiene zu erheben. Verabschiedet werden soll von der Versammlung ein 11-Punkte-Katalog mit Forderungen an die Landesregierung.

Seit Wochen wurde um den Text gerungen, dabei galt es auch, durchaus unterschiedliche Interessen zu vereinen. Inzwischen liegt ein Entwurf vor, der nun am 11. März in Münster verabschiedet werden soll. Westfalen mit dem Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, dem Sauer- und dem Siegerland wird darin als einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in Deutschland beschrieben. „Starkes Westfalen-Lippe – die Wachstumsregion" ist das Positionspapier überschrieben. Kernforderung des Papiers ist eine Gleichbehandlung der Landesteile von NRW durch die Landesregierung. „Im neuen Landesentwicklungsplan muss eindeutig formuliert werden, dass in allen Regionen des Landes NRW, in den Metropolregionen Ruhr und Rheinland sowie in der mittelstandsgeprägten Wachs-tumsregion Westfalen-Lippe regionale Kooperationen (...) gleichermaßen unterstützt und weiterentwickelt werden", heißt es in dem Entwurf der der Regionalredaktion dieser Zeitung vorliegt. Zweite wichtige Forderung der Westfalen: die Landesregierung soll sicherstellen, dass alle Regionen des Landes bei der Berücksichtigung der Fördermittel gleichbehandelt werden.

Talkrunde: "Wie geht es weiter mit Westfalen?"

An der Konferenz nehmen neben dem Chef des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Matthias Löb, und den drei Regierungspräsidenten Reinhard Klenke (Münster, CDU), Marianne Thomann-Stahl (Detmold, FDP) und Diana Ewert (Arnsberg, SPD) alle Mitglieder der Regionalräte der Regierungsbezirke Detmold, Münster und Arnsberg teil. Neben der Beratung und Verabschiedung des Positionspapiers wird es auch noch eine Talkrunde unter der Überschrift „Wie geht es weiter mit Westfalen?" geben, die von Norbert Tiemann, dem Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten in Münster moderiert wird. An ihr nehmen teil: Herbert Sommer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OWL GmbH, Franz Beckehoff (CDU), Vizepräsident des Landkreistags NRW und Landrat des Kreises Olpe (Sauerland), Hermann-Josef Droege (CDU), Vorsitzender des Regionalrats Arnsberg, Münsters Regierungspräsident Klenke, und Christoph Epping (SPD), Landesplaner aus der Düsseldorfer Staatskanzlei.

An der Diskussion des Westfalen-Gipfels nehmen auch Ralf Kersting (Olsberg/Sauerland), Präsident der IHK NRW, Reinhold Festge, der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau NRW, und Oliver Hermann, der Präsident der Fachhochschule OWL teil.

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