Das Äquadukt an der Thune: Im Hintergrund ist der Campingplatz am Sunset-Café am Lippesee zu sehen. - © Andreas Götte
Das Äquadukt an der Thune: Im Hintergrund ist der Campingplatz am Sunset-Café am Lippesee zu sehen. | © Andreas Götte

Kreis Paderborn Zu wenig Wasser: Fische sterben im Boker Kanal

Am Lippesee: Warum Arbeiten des Wasserverbandes in der Nähe von Sande heftige Folgen für das Gewässer im weiteren Verlauf Richtung Lippstadt haben

Karl Finke
Andreas Götte

Kreis Paderborn. In Folge von Sanierungsarbeiten an einem Aquädukt der Thune, eine offene Wasserleitung zum Boker Kanal nahe am Lippesee bei Paderborn-Sande, ist das Kanalbett im weiteren Verlauf Richtung Lippstadt trocken gefallen und Fische sind verendet. Der Kreis Paderborn habe über dieses Fische-Sterben am Dienstagabend Nachricht bekommen, so die Kreisverwaltung auf Nachfrage der NW. Aus dem Boker Kanal wäre "in einer offensichtlich zu großen Menge", so der Wortlaut des Kreises, Wasser abgelassen worden. Genehmigung seitens der Stadt Paderborn Der Wasserverband Boker Heide ist für das Gewässer und die damit verbundenen Bauwerke verantwortlich. Für die Sanierungsarbeiten habe "eine Baugenehmigung seitens der Stadt Paderborn" vorgelegen, so der Kreis Paderborn. Als der fehlende Wasser-Nachfluss Richtung Lippstadt bemerkt worden war, versuchten Angler die bedrohten Fische aus dem Kanalbett in ein anderes Gewässer umzusetzen. Das gelang nicht überall rechtzeitig. Der Wasserverband Boker Heide habe aber "sofort reagiert und Wasser nachgeschossen, so dass der Kanal wieder gefüllt sein dürfte", so die Kreismitteilung. Die Bauarbeiten seien unterbrochen worden und sollten erst in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden.

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