Freuen sich über die neue Defibrillator-Weste: Susanne Krappel, Leiterin der klinischen Psychologie, Patient Heinz-Fridel-Hoppmann und Mohammed Sajid Hossain, Chefarzt der Kardiologie (v.l.). - © Foto: Paula Dieker
Freuen sich über die neue Defibrillator-Weste: Susanne Krappel, Leiterin der klinischen Psychologie, Patient Heinz-Fridel-Hoppmann und Mohammed Sajid Hossain, Chefarzt der Kardiologie (v.l.). | © Foto: Paula Dieker

Bad Oeynhausen Eine unscheinbare Weste rettet Leben

Medizin: Das neue Kleidungsstück arbeitet vollkommen autonom. Und erspart vielen Patienten eine riskante Operation am Herzen

Bad Oeynhausen. Heinz-Fridel Hoppmann sitzt entspannt am Tisch. Dabei hat er ein Risiko für Herzrhythmusstörungen, könnte also jeden Moment einen Herzinfakt erleiden. Diese Ruhe ermöglicht Hoppmann eine neuartige Defibrillator-Weste, die die Maternus-Klinik ihren Risikopatienten mit nach Hause gibt. Im Ernstfall veranlasst die Weste selbstständig einen Elektroschock. Die dabei austretende blaue Kontaktflüssigkeit färbt das weiße Hemd. So weiß der Patient im Anschluss, was passiert ist. Danach muss er seinen Arzt aufsuchen, damit die Flüssigkeit wieder aufgefüllt und die Daten des Gerätes ausgewertet werden können. „Die Weste dient Patienten, die eine hohe Gefahr für Herzrhythmusstörungen haben", erklärt Ronny Götze. Er ist Gebietsleiter der Firma Zoll, die das Gerät entwickelt hat. „Das Risiko ist besonders hoch nach einer Operation oder einem Herzinfakt...

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