Wahnsinn: Rund 100 Meter weit ist das tonnenschwere Rotorblatt geflogen. - © Josef Köhne
Wahnsinn: Rund 100 Meter weit ist das tonnenschwere Rotorblatt geflogen. | © Josef Köhne

Pömbsen Rotorblätter von Windrad am Bilster Berg abgebrochen

Stadt sperrt Wanderweg ab

Josef Köhne

Pömbsen. Windwurf oder Windbruch steht in der Regel auf Warnschildern, wenn von abgebrochenen Ästen oder umzustürzenden Bäumen Gefahr ausgeht. Auf dem Bilster Berg bei Pömbsen würden sich manche Wanderer einen solchen Warnhinweis wünschen, denn dort hat der Wind schon Brüche verursacht, bevor das Sturmtief Friederike über Ostwestfalen hinwegdonnerte. Allerdings betrifft dieser Bruch weder Wald noch Bäume, sondern den noch höher aufragenden Windpark. In diesem sind an einer der mehr als 100 Meter hohen Windenergieanlagen zwei Rotorblätter abgebrochen und haben ihr zersplittertes Material im Umfeld verteilt. Ein tonnenschweres Rotorblatt liegt gut 100 Meter weit entfernt, ein dickes Rohr hat sich wie ein Pfeil in die Erde gebohrt. Zentnerschwere Bruchstücke liegen am und auf dem nahen Wanderweg. Im dichten Nebel sieht die Landschaft um das zerstörte Windrad aus wie ein Kriegsschauplatz und macht einen gespenstischen Eindruck. Auf Anfrage der NW teilte die Stadt Bad Driburg mit, dass sie das Anbringen der Absperrung (Flatterband) am Wirtschaftsweg veranlasst habe. Ordnungsamtsleiter Christian Schulz: „Grundsätzlich handelt es sich bei Windkraftanlagen um bauliche Anlage, die der Aufsicht des Kreisbauamtes unterliegen. Daher habe ich das Kreisbauamt informiert. Von dort wird am Montag eine Ortsbesichtigung durchgeführt."

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