Schritt für Schritt: Marie und Miriam erklären in ihren Videos genau, was zu tun ist. Das Logo haben sie selbst gemalt. - © Backqueens
Schritt für Schritt: Marie und Miriam erklären in ihren Videos genau, was zu tun ist. Das Logo haben sie selbst gemalt. | © Backqueens

Rheda-Wiedenbrück Youtuberinnen aus Rheda-Wiedenbrück mit Back-Videos für Preis nominiert

Zwei Schwestern produzieren als „Backqueens“ Videos für ihren Youtube-Kanal - damit sind sie jetzt für einen Förderpreis nominiert

Lena Vanessa Niewald

Rheda-Wiedenbrück. Marie und Miriam Heitjohann lüften ein Familiengeheimnis. Und zwar ein gut gehütetes – vor einer Videokamera. Es geht aber nicht etwa um strittige Erbschaften oder eine bislang unbekannte Tante. Im Mittelpunkt steht etwas ganz anderes: das Rezept für den Käsekuchen der Familie. Die beiden Schwestern haben seit 2016 als „Backqueens" einen eigenen Kanal auf der Videoplattform Youtube. Regelmäßig laden sie dort Videos hoch, in denen sie Torten, Kekse und Co. backen und die einzelnen Schritte genau erklären – auch für den Käsekuchen. Bislang folgen den Mädels aus Rheda-Wiedenbrück knapp 200 Abonnenten, 34. 680 mal wurde ihr Kanal aufgerufen. Für Youtube-Verhältnisse ist das noch relativ wenig. Genau das hat den beiden Studentinnen jetzt aber die Nominierung für eine Auszeichnung gebracht. Förderpreis Youlius-Award mit 14 Kategorien Die „Backqueens" haben die Chance, den Youtube-Förderpreis Youlius-Award zu bekommen. In 14 Kategorien sind ausschließlich Projekte nominiert, die nicht mehr als 2.018 Abonnenten haben – also solche, die noch am Anfang ihrer Youtube-Karriere stehen. „Mit dem Youlius-Award wird gezeigt, dass sich der Unterhaltungswert und die Qualität eines Youtube-Kanals nicht mit der Anzahl der Abonnenten bemessen lassen kann", heißt es in einer Pressemitteilung des ausrichtenden Vereins zur Förderung der Webvideokultur in Bochum. Ein bis zwei Videos laden die Schwestern im Monat hoch – für mehr reiche die Zeit nicht aus, sagt Marie. Beide arbeiten hauptberuflich im Gesundheitswesen. Gebacken haben sie aber schon immer gerne – vor allem alte Familienrezepte wie den klassischen Käsekuchen. Genau die backen sie auch als Backqueens in ihren Videos nach. Aber auch eigene Rezepte kreieren die Schwestern gemeinsam. Es komme aber auch vor, dass Abonnenten den Hobbybäckerinnen Vorschläge machen, was sie in einem der nächsten Videos zaubern könnten. Eins ist den beiden aber wichtig: Die Rezepte sollen einfach sein – „man soll sie auch ohne Konditorenausbildung nachbacken können". Mixerkabel fliegt während des Drehs aus der Steckdose Glatt läuft bei den Schwestern allerdings nicht immer alles. „Einmal ist uns während des Drehs das Kabel vom Mixer aus der Steckdose geflogen", erinnert sich Marie. Auch zum „Wortsalat" komme es immer mal wieder. Ein Outtake-Video haben die beiden Mädels auch auf ihrem Kanal hochgeladen. „Bei uns steht der Spaß im Vordergrund. Wir haben auf jeden Fall immer viel zu lachen." Probiert werden dürfen die Leckereien nach dem Dreh übrigens natürlich auch. Meistens haben Familienmitglieder und Arbeitskollegen das Vergnügen. „Von denen bekommen wir dann auch Feedback", sagt Marie. Backgemeinschaft soll weiter wachsen Erfahrungen mit Video-Schnitttechniken hatten Marie und Miriam gar nicht. Sie haben sich im Vorfeld viele Videos von anderen Hobbybäckern angeschaut, um sich Anregungen und Tipps zu holen. „Je mehr man sich damit beschäftigt, desto besser klappt es dann auch mit der Technik", sagt Marie. Nach der Nominierung hoffen die Schwestern jetzt, dass sie den Preis am 27. Januar auch mit nach Hause nehmen können. Marie: „Wir wollen mehr Leute auf unseren Kanal aufmerksam machen, damit unsere Backgemeinschaft immer weiter wächst."

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