Bielefeld 800 Fakten über Bielefeld (Teil 14)

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Ein wüstes Gewitter führte am 15. Juli 1880 dazu, dass die Altstädter Nicolaikirche in der Bielefelder Stadtmitte Feuer fing. Kirchenkantor Grovermeyer war einer der Ersten vor Ort. In seinen Erinnerungen schrieb er: "Ich rief hinab: Der Turm brennt! Laternen und mit Wasser gefüllte Eimer schnell hinauf!" Soldaten riegelten die Straße um den Turm ab. Helfer strömten herbei. Doch die Löscharbeiten verliefen zunächst chaotisch, bis endlich die freiwillige Turnerfeuerwehr eintraf, ein Loch in die damalige Kupferbedachung schlug und durch systematische Brandbekämpfung eine Katastrophe verhinderte. Bei der Restaurierung des ausgebrannten Kirchenturms wurde anschließend ein Blitzableiter installiert.


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In den 1920er-Jahren wird der Bielefelder Herbert Schmidt in die Fußball-Nationalmannschaft des Arbeiter-Turn- und Sportbundes berufen. Der elegante Techniker von der FTS Union wird später in einer Laudatio als der "Fritz Walter des ATUS-Länderteams" glorifiziert. Er soll mit seinem gepflegten schwarzen Haar (Markenzeichen: ein peinlich gerade gezogener Mittelscheitel), seinem ganzen Naturell sowie mit seinem Spielverständnis und seiner Spielanlage ein eher südländischer Typ gewesen sein.

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