Ein Dorf in Lebensgefahr: Eine Leiche in einem Steinbruch wird nach einer Untersuchung zu einer bedrohlichen Krise. - © ARD/Hubert Mican
Ein Dorf in Lebensgefahr: Eine Leiche in einem Steinbruch wird nach einer Untersuchung zu einer bedrohlichen Krise. | © ARD/Hubert Mican

TV & Film Tatort aus Österreich: Lohnt sich das Einschalten?

Ein "Virus" bedroht österreichisches Dorf

Fabian Herbst

Der Tatort spielt dieses Mal in Österreich. Die beiden Ermittler Moritz Eisner und Bibi Fellner bekommen es mit einer ungewöhnlichen, aber gefährlichen Bedrohung zu tun. Kein gewöhnlicher Krimi, denn die Aufklärung eines Mordfalls steht diesmal nicht komplett im Mittelpunkt. Lohnt es sich trotzdem einzuschalten? Unsere Empfehlung: Story Die Kommissare Eisner und Fellner werden an einen Tatort in einem Steinbruch beordert, wo ein toter Mann aus Afrika gefunden wurde. Die Todesursache lässt sich relativ schnell ermitteln. Nach ein paar Vernehmungen ist der womögliche Täter und dessen Motiv schnell ausgemacht. Doch dann wird bei der weiteren Untersuchung der Leiche ein brenzliger Fund festgestellt, der den Fall der beiden Ermittler in eine andere Richtung führt. Plötzlich geht es um Leben und Tod, sowohl für die Kommissare, als auch für ein ganzes Dorf. Denn der Befund der Leiche ergibt: das Opfer hatte ein tödliches Virus. Team Moritz Eisner und Bibi Fellner stoßen dieses mal an ihre kommissarischen Fähigkeiten. Neben der Ermittlung des Täters droht ihnen eine andere Gefahr, gegen die sie mit polizeilichen Mitteln nichts ausrichten können. Dennoch - Eisner und Fellner, gespielt von Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser, ergänzen sich in dem Tatort sehr gut. Sie wirken harmonisch und perfekt eingespielt. Während Eisner als Chefinspektor den Ton angibt, weiß Fellner sich sehr gut einzuordnen. Kommissarin Fellner kommt mit ihrer lockeren und selbstsicheren Art sehr gut an. Sie ist humorvoll, schlagfertig und hat immer einen Spruch auf Lager. Oberstleutnant Eisner dagegen wirkt eher mürrisch und als der Sachliche der beiden Ermittler. Spannung Tatort "Virus" überzeugt weniger durch immer wieder unvorhersehbare Handlungen, sondern vielmehr durch die Dramatik an zwei Schauplätzen. Einmal darf mitgeraten werden, wer denn nun der Mörder ist. Zum anderen weiß man nicht, ob die Kommissarin dem tödlichen Virus in die Hände gefallen ist oder nicht. Der Spannungsbogen wird jedoch nicht ganz ausgereizt. Lohnt sich das einschalten? Der Tatort "Virus" ist ein guter Krimi für zwischendurch. Er bedient sich, wie viele andere Filme auch, bei der Angst vor einem tödlichen Virus. Daher bietet die Story nicht viel Neues. Dennoch ist der Krimi schwungvoll und gut erzählt. Das Duo Eisner/Fellner wertet den Tatort mit ihren witzigen Dialogen auf. Kein Muss, aber ein Kann-Krimi.

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