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Im Vorwärtsgang: SCP-Akteur Mohamed Dräger (l.) feierte im Viertelfinale gegen Madagaskar seinen zweiten Afrika-Cup-Einsatz für Tunesien. Hier setzt er sich gegen Paulin Voavy durch. - © AFP or licensors
Im Vorwärtsgang: SCP-Akteur Mohamed Dräger (l.) feierte im Viertelfinale gegen Madagaskar seinen zweiten Afrika-Cup-Einsatz für Tunesien. Hier setzt er sich gegen Paulin Voavy durch. | © AFP or licensors

SC Paderborn Zwei Paderborner stehen im Halbfinale des Afrika-Cups

Collins siegt mit Nigeria gegen Südafrika, Dräger setzt sich mit Tunesien gegen Madagaskar durch

Frank Beineke
12.07.2019 | Stand 12.07.2019, 10:42 Uhr

Paderborn. Der SC Paderborn muss wohl noch bis Anfang August auf Jamilu Collins und Mohamed Dräger verzichten. Der Grund ist allerdings erfreulicher Natur, denn die beiden SCP-Außenverteidiger stehen mit ihren Nationalmannschaften im Halbfinale des „Africa-Cup of Nations“ in Ägypten. Dort trifft Dräger an diesem Sonntag, 14. Juli, um 18 Uhr in Kairo mit Tunesien auf den Senegal. Collins peilt mit Nigeria am Sonntag ab 21 Uhr im Duell gegen Algerien den Einzug ins Endspiel an. „Natürlich hätten wir Mo und Jamilu gerne bei uns. Aber die Freude überwiegt auch bei uns. Es ist ja keine Kleinigkeit, so ein Halbfinale zu erreichen. Und es ist auch eine Auszeichnung für unsere Arbeit“, kommentiert SCP-Coach Steffen Baumgart den Erfolg seiner beiden Nationalspieler, die in den Viertelfinalspielen zum Einsatz gekommen waren. Collins macht einen guten Job Collins feierte bei Nigerias 2:1-Sieg gegen Südafrika dabei seine Afrika-Cup-Premiere. Der 24-Jährige Linksverteidiger, der aufgrund einer Sprunggelenksverletzung die ersten vier Turnierspiele der „Super Eagles“ verpasst hatte, stand in der Startelf, spielte über die volle Distanz und zeigte eine fehlerfreie Vorstellung. Zweiter Novize in Nigerias Anfangsformation war Samuel Chukwueze, der prompt das 1:0 (27.) erzielen sollte. „Wir haben zwei Linksfüße gebracht. Und beide haben einen guten Job gemacht“, urteilte Gernot Rohr. Nigerias deutscher Trainer musste nach dem Ausgleich des Südafrikaners Bongani Zungu (71.) mächtig zittern, doch William Troost-Ekong schoss die Super Eagles mit seinem späten Treffer in der 89. Minute ins Halbfinale. In dem wartet Algerien, das sich im Elfmeterschießen gegen die Elfenbeinküste durchsetzte. Drägers "Adler von Kathargo" stoppen das Sensationsteam Mohamed Dräger freute sich unterdessen mit Tunesien über einen ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen das Überraschungsteam aus Madagaskar. Ferjani Sassi (52.), Youssef Msakni (60.) und Wahbi Khazri (90.+3) trafen für die Nordafrikaner. Dräger kam dabei zu seinem zweiten Turnier-Einsatz, denn er wurde in der 75. Minute für Ghailene Chaalali eingewechselt. Die „Adler von Kathargo“ bekommen es nun mit dem Senegal zu tun, der sein Viertelfinale gegen Benin mit 1:0 gewann. Auch bei einer Halbfinal-Niederlage könnten sich übrigens weder Collins noch Dräger in den Urlaub verabschieden. Denn am Mittwoch, 17. Juli, steht noch das Spiel um Platz drei auf der Agenda. Das Finale um den Afrika-Cup wird dann am Freitag, 19. Juli, um 21 Uhr in Kairo angepfiffen. Erst danach können die beiden SCP-Akteure zwei Wochen lang ein wenig ausspannen und abschalten. Noch haben die Turnier-Einsätze der beiden Paderborner übrigens keine anderen Vereine auf den Plan gerufen. „Weder für Jamilu noch für Mo liegen uns bislang Angebot vor“, berichtet SCP-Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono.

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