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Finale verpasst: Simon Rösner (l.) vom Paderborner SC verlor sein WM-Halbfinale gegen den Ägypter Tarek Momen. - © PSA
Finale verpasst: Simon Rösner (l.) vom Paderborner SC verlor sein WM-Halbfinale gegen den Ägypter Tarek Momen. | © PSA

Squash Simon Rösner vom Paderborner Squash Club verpasst das WM-Finale

Der 32-Jährige muss sich im Halbfinale dem Ägypter Tarek Momen trotz eines guten Starts geschlagen geben

Frank Beineke
14.11.2019 | Stand 15.11.2019, 11:38 Uhr

Doha/Paderborn. Es hat nicht sollen sein. Simon Rösner ist im Halbfinale der Squash-Weltmeisterschaft in Doha ausgeschieden. Der 32-Jährige vom Paderborner Squash Club verlor am Donnerstagnachmittag gegen den Weltranglistendritten Tarek Momen (Ägypten) in 58 Minuten mit 11:9, 7:11, 6:11 und 6:11. Momen hatte in der Auftaktrunde bereits Rösners Vereinskollegen Raphael Kandra ausgeschaltet. "Ich hatte meine Chancen, habe sie aber nicht genutzt. Doch ich hatte eine großartige Woche. Und ich bin stolz, dass ich jetzt zwei Mal in Folge das Halbfinale einer Weltmeisterschaft erreicht habe", bilanzierte Rösner. Denn erst im vergangenen Februar war der Paderborner bei der WM in Chicago ebenfalls in die Runde der letzten Vier eingezogen. Dort hatte er gegen den späteren Weltmeister Ali Farag (Ägypten) verloren. Lob vom Bundestrainer In Doha traf Rösner nun auf einen weiteren alten Bekannten aus der Squash-Nation Ägypten. Bereits elf Mal hatte er auf der internationalen Tour gegen Tarek Momen gespielt. Fünf Mal ging der Sieg an den Paderborner. Und zunächst sah es so aus, als könne Deutschlands bester Squashspieler erstmals in seiner Karriere in ein WM-Finale einziehen. Rösner spielte ganz stark auf, gewann den ersten Satz mit 11:9 und führte im zweiten Durchgang mit 6:3. Dann aber wendete sich das Blatt. Momen machte nun Druck, glich mit einem 11:7 nach Sätzen aus und sicherte sich die Durchgänge drei und vier jeweils mit 11:6. Der amtierende Vize-Weltmeister aus Ägypten greift somit an diesem Freitag im Finale gegen den Neuseeländer Paul Coll nach seinem ersten Titel. Simon Rösner wird sich trotz der Halbfinal-Niederlage mit einem guten Gefühl auf die Rückreise machen. "Das ist ein großartiger Erfolg und eine starke Sache", lobte Bundestrainer Oliver Pettke seinen Schützling, der auch in Doha ein neues Kapitel deutscher Squash-Geschichte geschrieben hat.

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