Am Boden zerstört: Jannis Dittmar (l.) und Markus Wittek wollten nach der den Abstieg besiegelnden 1:3-Heimniederlage gegen die SG Mondorf gar nicht mehr aufstehen. - © Andreas Zobe
Am Boden zerstört: Jannis Dittmar (l.) und Markus Wittek wollten nach der den Abstieg besiegelnden 1:3-Heimniederlage gegen die SG Mondorf gar nicht mehr aufstehen. | © Andreas Zobe

Bielefeld Telekom Post SV Bielefeld steigt aus der Volleyball-Regionalliga ab

1:3 gegen Mondorf besiegelt das Schicksal des Teams

Wolfgang Horstmann

Bielefeld. Elf Monate nach dem Aufstieg in die Regionalliga geht es für die erste Männermannschaft des Telekom Post SV zurück in die Oberliga. Die 1:3-Niederlage (19:25, 25:21, 18:25, 21:25) gegen die SG Mondorf besiegelte den Abstieg endgültig. "Wir haben nicht konstant genug gespielt, um die kleine Chance zum Klassenerhalt zu nutzen", war Telekom-Trainerin Anne Schade nach Spielende enttäuscht. 150 erwartungsfrohe Zuschauer hatten sich in der Unihalle zum Saisonfinale eingefunden. Die sahen vom ersten Ballwechsel an eine Gastgebersechs, die einem Rückstand hinterher lief. Verursacht wurde der Rückstand durch Eigenfehler der Telekom-Akteure im Angriff. Entweder war der Mondorfer Block Endstation der Bielefelder Angriffszüge, oder das Spielgerät flog direkt ins Aus. Der 4-Punkte-Rückstand beim 3:7 führte aber keineswegs zur kollektiven Resignation in den Reihen der Bielefelder. Nach dem 10:11 war der Anschluss wieder hergestellt. Für Mondorf war dies das Signal, die eigenen Bemühungen zu verstärken. Druckvolle Aufschläge der Rheinländer führten zu unpräzisen ersten Pässen und einem durchsichtigen Angriffsspiel der Gastgeber. Über die Zwischenstationen 10:14 und 13:19 ging der erste Spielabschnitt mit 19:25 verloren. Der Satzrückstand stachelte die Spieler des Telekom Post SV zu neuen Taten an. Eine zwischenzeitliche 14:11-Führung war beim 15:15 verspielt, die Spielfreude der Mannen von Bielefelds sportlicher Leiterin Schade aber keineswegs verflogen. Fünf Punkte in Folge sorgten für die 20:15-Führung - und die ließen sich Markus Wittek & Co nicht mehr nehmen. Mit dem 25:21 gelang der Satzausgleich. Eine Fortsetzung des kleinen Höhenflugs blieb aus. Die Unsicherheiten in der Annahme häuften sich, und angesichts der fehlenden Präzision im ersten Pass sank die Erfolgsquote im Angriff. "Wir hätten in einigen Situationen cleverer und mutiger spielen können", benannte Coach Schade einen weiteren Schwachpunkt im Spiel ihrer Mannschaft. Im Gegensatz dazu schienen sich die Angreifer aus Mondorf keine Gedanken zu machen, wie sie das Spielgerät im Feld der Gastgeber versenken könnten. Sie schlugen mutig auf den Ball und scheiterten zu selten am Block des Telekom Post SV. Nach dem 1:2-Satzrückstand blieben die Hoffnungen auf einen fünften Satz bis zum 12:14 bestehen. Dann kam die große Zeit von Mondorfs Außenangreifer Chris Willwachter. Bekam der athletische Routinier den Ball, markierte er damit auch einen Punkt für seine Mannschaft. Beim 19:20 aus Sicht des Absteigers keimte noch einmal Hoffnung bei den Fans auf. Drei Punkte von Willwachter und zwei Fehler von Bielefelds Angreifern ließen die Hoffnungen auf den Gang in den Tie-Break und einen möglichen Heimsieg aber zerplatzen. Nach der Niederlage saß der Frust natürlich tief, zumal sich auch das letzte Türchen, dem Verein die Regionalliga zu erhalten, schloss: Die zweite Mannschaft fiel durch ein 0:3 in Essen in der Oberliga noch auf Rang drei zurück und verpasste somit die Relegation.

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