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Das DFB-Sportgericht hat das Verfahren gegen DSC-Trainer Uli Forte aufgehoben. Somit darf er auch gegen Jahn Regensburg an der Seitenlinie stehen. - © Jens Dünhölter
Das DFB-Sportgericht hat das Verfahren gegen DSC-Trainer Uli Forte aufgehoben. Somit darf er auch gegen Jahn Regensburg an der Seitenlinie stehen. | © Jens Dünhölter

Nach Roter Karte Darum darf Arminia-Trainer Forte gegen Regensburg doch auf der Bank sitzen

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat das Verfahren gegen den Bielefelder Fußballlehrer eingestellt. Irrtum des Schiedsrichters lag vor.

Kerstin Kalkreuter
20.07.2022 | Stand 20.07.2022, 17:22 Uhr

Bielefeld. Kehrtwende nach der Roten Karte: Arminia Bielefelds Trainer Uli Forte muss sein Heimspieldebüt am Sonntag gegen den SSV Jahn Regensburg doch nicht von der Tribüne aus verfolgen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Mittwoch das Verfahren gegen den 48-Jährigen eingestellt und die Vorsperre aufgehoben. Beim Ligaauftakt in Sandhausen war der Fußballlehrer wegen einer vermeintlichen Spielverzögerung in der 44. Minute des Feldes verwiesen worden.

Für Kontrollausschuss und Sportgericht habe sich nun aber "eindeutig und zweifelsfrei" ergeben, dass die Rote Karte für den Trainer "objektiv unberechtigt war und auf einem offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters beruht", heißt es in der Pressemitteilung des DFB. Nach Auswertung der Fernsehbilder und Einholung einer ergänzenden Stellungnahme des Schiedsrichters gehen Kontrollausschuss und Sportgericht des DFB nicht von einer Spielverzögerungsabsicht des Bielefelder Trainers aus. Arminia lag zum Zeitpunkt der Roten Karte mit 0:1 zurück. Forte habe den Ball zur schnellen Spielfortsetzung ins Spiel zurückbringen wollen und nicht wahrgenommen, dass ein Balljunge bereits einen Ersatzball zugeworfen habe.

Grundsätzlich zieht eine Rote Karte gegen einen Trainer automatisch mindestens ein Spiel Innenraumverbot nach sich, denn der Weltfußballverband FIFA stellt die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters prinzipiell unter besonderen Schutz. Nach §13 Nr. 2 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB existiert eine einzige Ausnahme: wenn eine Rote Karte eindeutig und zweifelsfrei auf einem offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters beruht. So ist es nun im Fall von Uli Forte.

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