Enttäuschung nach Abpfiff: Auch Andreas Voglsammer (l.) und Fabian Klos wussten, dass für Arminia Bielefeld an diesem Sonntag mehr drin war als das 1:1-Remis. - © Wolfgang Rudolf
Enttäuschung nach Abpfiff: Auch Andreas Voglsammer (l.) und Fabian Klos wussten, dass für Arminia Bielefeld an diesem Sonntag mehr drin war als das 1:1-Remis. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Neuhaus sieht "beste Halbzeit" - doch Arminia fehlt auf St. Pauli Effektivität

Die Bielefelder dominieren beim FC St. Pauli in der ersten Halbzeit wie noch nie in dieser Saison. In einem Spiel, das sie gewinnen müssen, heißt es wegen zu vieler vergebener Gelegenheiten am Ende 1:1.

Philipp Kreutzer
14.04.2019 | Stand 14.04.2019, 20:46 Uhr |

Hamburg. Für die einen geht es um den Sprung in die Bundesliga, für die anderen um – ja, worum eigentlich? Mit 38 Punkten war Arminia Bielefeld vor dem Spiel bei St. Pauli von den Relegationsplätzen je elf Zähler entfernt, weder Auf- noch Abstieg sind realistisch. Die Befürchtung, der DSC könnte es deshalb gemächlich angehen lassen, bewahrheitete sich beim 1:1-Remis aber nicht. Im Gegenteil. Die Bielefelder taten das, was man im Fußballjargon als „befreit aufspielen" bezeichnet. Den nun seit fünf Partien sieglosen Gastgebern dagegen war der Druck des Gewinnen-Müssens anzumerken. In den ersten 45 Minuten spielte eine intakte gegen eine verunsicherte Mannschaft. Diesen Vorteil, darin waren sich alle Bielefelder einig, hätten sie nutzen müssen. Yabo: "Das ist unser nächster Entwicklungsschritt" „Wir müssen zwei, drei Dinger nachlegen", stellte Andreas Voglsammer selbstkritisch fest. Er selbst leitete daraus genauso wie Reinhold Yabo, Fabian Klos und Sportchef Samir Arabi einen „Lernprozess" für die Mannschaft ab. „Das ist unser nächster Entwicklungsschritt: Dass wir ein Spiel bei solcher Dominanz für uns entscheiden", sagte Yabo. Trainer Uwe Neuhaus wird seine Spieler darüber hinaus auffordern, die spielerische Linie einzuhalten. „In der zweiten Halbzeit kam der Kopf ins Spiel", sagte er und bezog sich damit auf die nun vermehrt eingestreuten langen Bälle. Für Neuhaus’ Geschmack waren es zu viele. Weiter daran zu arbeiten, möglichst 90 Minuten mutig und kontrolliert zu spielen: Das ist es, worum es für Arminia zurzeit sportlich geht. Neuhaus sieht beste Halbzeit seit Amtsantritt Doch Uwe Neuhaus hatte auch Grund zum Schwärmen. „Die erste Halbzeit war unsere beste, seit ich in Bielefeld bin", urteilte Arminias Trainer nach dem Spiel über die Leistung seiner Mannschaft in Durchgang eins, „wir haben toll kombiniert und richtig schöne Angriffe gespielt. So stellt man es sich vor." Nur einen entscheidenden Schönheitsfehler enthielt der Vortrag des DSC im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli: Neuhaus’ Team ließ bei der Verwertung der Torchancen die erforderliche Effektivität vermissen. Stürmer Andreas Voglsammer fasste das Geschehen aus Bielefelder Sicht mit der Formulierung, es seien „definitiv zwei verschenkte Punkte", treffend zusammen.

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