Schüco-Arena: Ein Bündnis ostwestfälischer Unternehmen will das Stadion kaufen. - © Sarah Jonek
Schüco-Arena: Ein Bündnis ostwestfälischer Unternehmen will das Stadion kaufen. | © Sarah Jonek

Bielefeld Rejek "sehr glücklich": Investorengruppe aus OWL kauft Arminias Schüco Arena

Ein Bündnis aus sechs Unternehmen aus der Region kauft die Schüco-Arena. Mit dem Erlös kann sich der Verein von Altlasten befreien

Jörg Rinne
Martin Krause

Bielefeld. Der Verkauf der Schüco-Arena zur Sanierung des Fußball-Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld ist nach langen Verhandlungen so gut wie perfekt. Nach Informationen dieser Zeitung hat sich eine Investorengruppe von Immobilien-Experten und insgesamt sechs Unternehmen aus Ostwestfalen zum Kauf des Stadions entschieden. Zu den Unternehmen gehören die Dr. August Oetker KG, die Gauselmann AG, JAB Josef Anstoetz KG, die MöllerGroup, DMG Mori AG sowie die Böllhoff-Gruppe. Alles Namen, die sich auch schon im „Bündnis Ostwestfalen" stark gemacht hatten und dem angeschlagenen Verein Anfang des Jahres mit einem Rettungspaket finanziell unter die Arme gegriffen hatten. Vertragsunterzeichnung im November Der Vertrag mit allen Details soll dem Vernehmen nach im November unterzeichnet werden und enthält, wie von der Mitgliederversammlung des Vereins gefordert, ein Rückkaufsrecht für das Stadion. Die genaue Kaufsumme ist nicht bekannt. Sie soll aber ausreichen zur Tilgung der Schuldenlast und für die Sanierung der Alm. Bislang wurde der Wert der Immobilie Schüco-Arena mit einer Summe beziffert, die zwischen acht und 15 Millionen Euro liegen soll. Arminias Geschäftsführer Markus Rejek ist "sehr glücklich, dass sich diese Konstellation ergeben hat". Es gebe "keine Anzeichen, dass es noch schief gehen könnte. Damit können wir das Sanierungskonzept erfolgreich abschließen." Neue Gesellschaft übernimmt Verantwortung Mit dem jetzt geregelten Verkauf ist es dem Verein gelungen, seine Sanierungspläne in doppelter Hinsicht erfolgreich abzuschließen. Die Einbindung von lokalen und regionalen Unternehmen entspricht dem ursprünglich angestrebten Ziel der engen Anbindung an Ostwestfalen-Lippe. Dem Vernehmen nach hat es drei weitere Interessenten gegeben. Entsprechende Vorgespräche brachten jedoch keine Annäherung. In Verbindung der Unternehmen aus der Region mit einer qualifizierten Runde von Immobilien-Experten entsteht nun eine Investorengruppe, die mit einer neu gegründeten Gesellschaft die Verantwortung für die weitere Entwicklung von Verein und Stadion-Immobilie übernimmt. Traditionsreiches Stadion Die neue Arena, deren Namensrechte 2004 an die Firma Schüco International vergeben wurden, bietet 26.515 Zuschauern Platz. Bekannt wurde das traditionsreiche Stadion als Bielefelder Alm. Am 1. Mai 1926 trugen die Fußballer des DSC Arminia dort ihr erstes Spiel aus – vor 2.000 Zuschauern.

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