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"Fridays for Future": Aus den Reihen der Demonstranten kam der Anstoß, den Klimanotstand auszurufen. - © picture alliance/dpa
"Fridays for Future": Aus den Reihen der Demonstranten kam der Anstoß, den Klimanotstand auszurufen. | © picture alliance/dpa

Umwelt Kleve will Klimanotstand ausrufen

Dreimal K: Nach Konstanz und Kiel will jetzt auch Kleve die Reißleine ziehen. Der Antrag kam aus den Reihen der jugendlichen "Fridays for Future"-Demonstranten

17.05.2019 | Stand 17.05.2019, 12:24 Uhr

Kleve (dpa). Als eine der ersten Städte bundesweit soll Kleve im Juni den Klimanotstand ausrufen. Dafür sprach sich nach Angaben der Stadt von Freitag der Umweltausschuss mit großer Mehrheit aus. Die Politiker folgten damit einem Antrag, der von der Schülerdemonstration Fridays für Future initiiert war. Mit Verabschiedung der Resolution erkennt eine Kommune den Klimawandel als akute Bedrohung an und berücksichtigt bei politischen Entscheidungen die Auswirkungen auf das Klima. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat, der das Thema am 26. Juni auf der Tagesordnung hat. Andere Medien hatten zuvor berichtet. Weltweit sind bereits zahlreiche Städte dem Aufruf von Natur- und Klimaschützern gefolgt: So haben etwa Los Angeles in den USA, Vancouver in Kanada, London und das schweizerische Basel ähnliche Resolutionen verabschiedet. Als erste Landeshauptstadt in Deutschland hatte Kiel an diesem Donnerstag (16.5.) den sogenannten Klimanotstand ausgerufen. Konstanz in Baden-Württemberg war die erste Stadt in der Bundesrepublik. Auch Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern hatte die Resolution verabschiedet. Kleve am Niederrhein hatte nach eigenen Angaben im April seinen Klimaschutzfahrplan mit neuen Maßnahmen forciert. Ausgehend vom Jahr 2010 will die Stadt bis zum Jahr 2030 die Kohlendioxid-Emissionen im Stadtgebiet um 30 Prozent senken. Bis dahin soll die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen.

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