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Paderborn Missbrauchsopfer fordert mehr Hilfe

Kritik: Andreas Meier wird als Kind von einem katholischen Pfarrer im Erzbistum Paderborn missbraucht. Die Diözese zahlt ihm 6.000 Euro, doch der 50-Jährige fühlt sich im Stich gelassen.

Carolin Nieder-Entgelmeier
28.12.2017 | Stand 27.12.2017, 21:52 Uhr
Missbrauchsopfer: Über Jahrzehnte sind in der katholischen Kirche Kinder missbraucht worden. - © dpa
Missbrauchsopfer: Über Jahrzehnte sind in der katholischen Kirche Kinder missbraucht worden. | © dpa

Paderborn. Der Skandal um den jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch tausender Kinder und Jugendlicher in Einrichtungen der katholischen Kirche erschüttert 2010 ganz Deutschland. Mit den Berichten über das Leid der Opfer kehrt auch das Leid von Andreas Meier (Name von der Redaktion geändert) in sein Leben zurück. Die Erinnerungen an den Missbrauch durch einen katholischen Pfarrer sind wieder da, das Trauma bricht auf. 2015 stellt Meier einen Antrag auf Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde, und erhält vom Erzbistum Paderborn 6.000 Euro. Doch Meier fühlt sich vom Erzbistum im Stich gelassen. „Ich stecke in einer Lebenskrise."

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