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Bielefeld

Expertin sieht Gefahr des Atomkrieges aktueller denn je

Interview: Die Bielefelderin Angelika Claußen vom Verein „Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs“ über den Hiroshima-Angriff und das Vermächtnis der Opfer

Friderieke Schulz
05.08.2017 | Stand 05.08.2017, 11:39 Uhr
Angelika Claußen vom Verein "internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs" - © Andreas Frücht
Angelika Claußen vom Verein "internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs" | © Andreas Frücht

Frau Claußen, Viele Menschen glauben, dass das Thema Atomwaffen keine Rolle mehr spielt. Warum sind Sie noch immer aktiv?
Angelika Claußen:
Die weltpolitische Lage wird chaotischer, Autoritäten werden zunehmend infrage gestellt. Wenn Staaten wie Russland oder die USA jederzeit 1.200 Atomwaffen auf der höchsten Alarmstufe stehen haben, sollte man Angst haben. Das 
Thema ist also aktueller denn je. Wir führen das Vermächtnis der Hiroshima-Überlebenden weiter. Sie wollen, dass es nie wieder zu dem Abwurf einer Atombombe kommt. Am 7. Juli haben 122 UN-Staaten beschlossen, es zur Wirklichkeit werden zu lassen.