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Gewonnen: Meike Wocken (l.) vom Team „BIE Spotty" und Helen Bielawa vom Team „TooleV" wurden für ihre entwickelten Ideen ausgezeichnet. Gearbeitet wurde von zu Hause aus – ein kleines Team war auch im Bielefelder Pioneers Club zugegen. : - © Leslie Johannmeier
Gewonnen: Meike Wocken (l.) vom Team „BIE Spotty" und Helen Bielawa vom Team „TooleV" wurden für ihre entwickelten Ideen ausgezeichnet. Gearbeitet wurde von zu Hause aus – ein kleines Team war auch im Bielefelder Pioneers Club zugegen. : | © Leslie Johannmeier

Bielefeld: Innovation gegen Corona BIE Spotty: Infektionsrisiko minimieren

Wie kann unser neuer Alltag aussehen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Ideenmarathons der Initiative „BIE City“.

01.07.2020 | Stand 24.08.2020, 12:40 Uhr

Open Innovation City und das Digitalisierungsbüro der Stadt Bielefeld hatten im Mai die Initiative „BIE City" gestartet und wollten neue Lösungen für alle Bielefelder erarbeiten. Gemeinsam mit Bielefelder Persönlichkeiten und Unternehmen haben sie bei dem „BIE-City-Hackathon", der vom 19. bis 21. Juni stattgefunden hat, vier Vorschläge erarbeitet.

Vorschläge für die Einhaltung von Abstandsregeln

Die eingereichten Herausforderungen, die beim Hackathon von den Teams bearbeitet wurden, kamen aus den Bereichen Kultur/Sport, Gastronomie, Einzelhandel und dem öffentlichen Raum. Via Webseite konnte sich jeder bewerben, der Lust hatte, an den Challenges teilzunehmen. So suchten zum Beispiel die Stadtwerke Bielefeld Ansätze, wie sich Technologien nutzbar machen lassen, um das Leben im öffentlichen Raum wieder zu aktivieren. Es sollten Lösungen entwickelt werden, die den öffentlichen Raum zugänglicher machen und das Infektionsrisiko gering halten.

Per App: Wie voll ist die Bielefelder City?

Die Lösung für diese Herausforderung heißt „BIE Spotty" Die App wirkt dem Problem der Überfüllung von öffentlichen Räumen entgegen. Durch smarte Technologie und die Hilfe anonymisierter Daten werden sogenannte „Heatmaps" erstellt, die den Bürgern Transparenz für die Frequenz der öffentlichen Räume bieten. So kann jeder fortan via App sehen, wo sich Menschen gebündelt aufhalten und schon von vornherein überfüllte Plätze meiden. Für Meike Wocken, die im Hack-Team „BIE Spotty" arbeitete, hat es genau so eine Hilfe dringend gebraucht: „In der aktuellen Situation steigt das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 in Menschenansammlungen – aber auch darüber hinaus sind überfüllte Plätze eine Herausforderung für die Stadt und die Bürger. „BIE Spotty" bietet, basierend auf der anonymisierten Erkennung von Personenaufkommen im öffentlichen Raum, Lösungen zur Vermeidung überfüllter Plätze. Davon können alle Teile der Gesellschaft profitieren."

Neue Apps von der Open Innovation City Bielefeld

Auch für alle Sportsmänner und -frauen wurde an diesem Wochenende etwas entwickelt: „TooleV" ist eine Plattform für Sportvereine, die die zentralisierte Kommunikation und Organisation von Sportvereinen ermöglicht. Die App organisiert effizient Termine, ermöglicht schnelle Zu- oder Absagen und holt digital Einwilligungen und ähnliches ein. So vereinfacht sie Mannschaften und Trainingsgruppen die Koordination. Kommunikative Hürden und Missverständnisse, die den Alltag von vielen Ehrenamtlichen prägen, werden dadurch vermieden. Vom großen Nutzen der Plattform profitiert Helen Bielawa auch selbst. Sie war nicht nur Teil des Hack-Teams „Spotty", sondern engagiert sich auch selbst als Trainerin: „Als Trainerin und Sportlerin habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Kommunikation von Sportvereinen oft sehr unkoordiniert ist. Vieles läuft über ausgedruckte Briefe, die über einzelne Trainer an die Kinder und weiter an die Eltern verteilt werden. Das demotiviert alle Beteiligten und kann digital vereinfacht werden. Das gemeinsame Wochenende und die intensive Arbeit an ’TooleV’ hat mir gezeigt, dass viele solcher Probleme mit gemeinsamer Energie und Kreativität gelöst werden können. Es war toll mitzuerleben, wie alle Teilnehmer vielversprechende Lösungen für Bielefeld entwickelt haben."

Gastident als App gegen Zettelwirtschaft in Bielefeld

Vor dem Genuss steht derzeit das Eintragen in Listen in der Gastronomie. Die Software „Gastident" digitalisiert die Gastdatenerfassung. Das Durcheinander der Zettelwirtschaft soll somit digital verwaltet werden und eine Verbesserung für Gastronomen und Gäste darstellen. Konkrete Mehrwerte sind die Vermeidung von Infektionsquellen wie Kugelschreibern, die Vermeidung von Wartezeiten und das Schützen persönlicher Daten der anderen Gäste.

„ANA Shopping" ist eine App für den Einzelhandel, die die Wartezeit vermindert und das Kundenerlebnis im Handel verbessert. Über die App können Shops gesucht werden. Durch das Scannen von QR-Codes der teilnehmenden Geschäfte erhalten die Kunden einen schnelleren Zugang zu und zudem einen Einblick in die Frequenz in den Shops. Ferner können mit der App Produkte reserviert werden. Die Händler können über die App einer Überfüllung entgegenwirken.

Wichtige Erkenntnisse in Zeiten der Corona-Krise

Jede der vier Ideen wird weitergeführt, die Ideen und Ansätze von „TooleV" und „BIE Spotty" wurden jeweils mit 1.500 Euro von der Sparkasse Bielefeld und der Volksbank Bielefeld-Gütersloh prämiert. „Bielefeld ist die erste Stadt in Deutschland, die diese Art der Lösungsfindung vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Situation einsetzt", so Matthias Eichler, Leiter des Digitalisierungsbüros der Stadt Bielefeld. ⋌PR

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Bürgermeister von Innovation City Bielefeld

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