Mit vielen Tagen Verzögerung hat die Spurensicherung den Campingplatz gründlich durchsucht. - © Guido Kirchner/dpa
Mit vielen Tagen Verzögerung hat die Spurensicherung den Campingplatz gründlich durchsucht. | © Guido Kirchner/dpa

Landtag Lügde: Start der Ermittlungen mit nur vier Beamten

Im Polizeiskandal um den Missbrauchsfall Lügde setzt die Opposition nach. Die Behörde habe die Dimension völlig unterschätzt, kritisieren die Grünen. Am Donnerstag tagt erneut der Innenausschuss

Lügde (dpa). Mit dem Fall des vielfachen Kindesmissbrauchs von Lügde und dem folgenden Polizeiskandal befasst sich am Donnerstag (13.30 Uhr) erneut der Innenausschuss des Landtags. Die Grünen hatten zu den Geschehnissen einen weiteren Bericht angefordert. In dem Papier legt das Innenministerium unter anderem dar, dass mit den Ermittlungen bei der Kreispolizei Lippe zunächst nur vier, später acht Beamte betraut waren. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Verena Schäffer, kritisierte, das Ministerium habe die Dimensionen des Falles offenbar zu lange verkannt und die Ermittlungen zu spät auf die personell besser ausgestattete Polizeibehörde in Bielefeld übertragen. Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte bereits vor Wochen schwere Fehler der Polizei eingeräumt und von „Behördenversagen an allen Ecken und Kanten gesprochen" gesprochen. Vor dem Innenausschuss Ende Februar hatte ein Sonderermittler diesen Eindruck bestärkt: Er sprach von schweren handwerklichen Fehlern und mangelhafter Führung bei der Polizei in Lippe.

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