Die beiden Linken-Bundestagsabgeordnete Inge Höger (l) und Sevim Dagdelen stehen am 23.04.2013 in Lüneburg (Niedersachsen) vor dem Amtsgericht. Höger und Dagdelen sowie eine weitere Politikerin müssen sich wegen eines Aufrufs zum «Schottern» vor dem Amtsgericht Lüneburg verantworten. Mit dem Herauswühlen von Schottersteinen aus dem Gleisbett hatten Atomkraftgegner versucht, die Castor-Transporte nach Gorleben zu stoppen. Foto: Philipp Schulze/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ - © Verwendung weltweit
Die beiden Linken-Bundestagsabgeordnete Inge Höger (l) und Sevim Dagdelen stehen am 23.04.2013 in Lüneburg (Niedersachsen) vor dem Amtsgericht. Höger und Dagdelen sowie eine weitere Politikerin müssen sich wegen eines Aufrufs zum «Schottern» vor dem Amtsgericht Lüneburg verantworten. Mit dem Herauswühlen von Schottersteinen aus dem Gleisbett hatten Atomkraftgegner versucht, die Castor-Transporte nach Gorleben zu stoppen. Foto: Philipp Schulze/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | © Verwendung weltweit

Herford Inge Höger (Linke) kandidiert nicht mehr für den Bundestag

Friedrich Straetmanns und Andreas Höltke wollen nach Berlin

Dirk-Ulrich Brüggemann

Bielefeld/Herford. Die Herforder Bundestagsabgeordnete Inge Höger (Die Linke) wird im Herbst 2017 zur Wahl des 19. Deutschen Bundestages nicht mehr antreten. Dies verlautete am Rande der Mitgliederversammlung der Bielefelder Linken. Inge Höger ist 1950 im niedersächsischen Diepholz geboren und ist seit 2005 Bundestagsabgeordnete. Von 2005 bis 2006 war sie auch stellvertretende Vorsitzende ihrer Fraktion. Höger ist seit 2009 abrüstungspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion und zudem Mitglied im Unterausschuss für Abrüstung. Seit der letzten Bundestagswahl im September 2013 arbeitet sie im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe mit. Auf der Mitgliederversammlung haben sich die Bielefelder Linken klar für die Kandidaturen von Barbara Schmidt zur Landtagswahl und Friedrich Straetmanns zur Bundestagswahl ausgesprochen. Mit diesem Votum werden sich Schmidt und Straetmanns auf der ostwestfälisch-lippischen Mitgliederversammlung im März auf aussichtsreiche Plätze auf den Landeslisten ihrer Partei bewerben. Andreas Höltke aus Herford ist ein weiterer Bewerber für die Kandidatur für den Bundestag. Höltke arbeitet für Inge Höger in deren Herforder Wahlkreisbüro. Friedrich Straetmanns, der als Richter am Sozialgericht Detmold tätig ist, sagt zu seiner Kandidatur: „Die Schaffung von gerechten Lebensverhältnissen ist für mich die zentrale Aufgabe von Politik in Deutschland. Zu dieser Aufgabe gehört die angemessene Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen, das weitgehende Verbot von Befristungen und Leiharbeit, die deutliche Erhöhung des Mindestlohnes, die Anhebung des Rentenniveaus, die Einrichtung von bezahlbarem Krankenversicherungsschutz und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle.“ Barbara Schmidt, die das Bundestagsbüro von Inge Höger leitet, sagt: „Ich möchte besonders den kommunalpolitischen Blick in die Landespolitik mitnehmen. Das Land ist per Verfassung auch für die kommunale Finanzausstattung verantwortlich. Es ist wichtig, die beabsichtigte Schuldenbremse des Landes nicht durch weitere Kürzung von Leistungen bei Schulen, Kitas und Krankenhäusern zu finanzieren.“

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